Sonntag, 15. Dezember 2013

Urlaub: Sommer, Sonne, Strand und Mehr

Endlich ist es so weit: Der lang ersehnte Urlaub ist gekommen. Daher kann es vorkommen, dass ich in der nächsten Zeit nicht mehr ganz so regelmäßig schreiben werde, sorry. Für uns gings bereits am Donnerstag los,wir sind mit dem Bus von Masasi nach Mkuranga gefahren (über 7 Stunden Fahrt), eine Stadt ganz in der Nähe von Dar es Salaam, wo wir Andreas, einen anderen Freiwilligen, besucht haben. Wir haben dort auch seinen Arbeitsalltag miterlebt, er hilft in einer Krankenstation mit, sitzt am Empfang und kümmert sich um das Finanzielle. Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die, wenn mal richtig viel los ist, sehr anstrengend sein kann. Am Samstag sind wir dann gemeinsam nach Dar es Salaam gefahren, wo wir alle anderen Freiwilligen von unserer Organisation (auch die Kongolesen) getroffen haben. Die Wiedersehensfreude war sehr groß, es gab sooo viel zu erzählen...
Am Montag beginnt für uns alle das langersehnte Zwischenseminar in Bagamoyo. Eine unserer Betreuerinnen aus Deutschland wird ebenfalls an diesem Seminar teilnehmen, wir werden uns über unsere bisherigen Erfahrungen, Erlebnisse, Probleme etc. unterhalten und vor allem noch weiter Freiwillige kennenlernen. Was für uns noch besonders wichtig ist: Während des Seminars soll über unsere neue Einsatzstelle entschieden werden. Zwar haben wir schon eine in Aussicht, aber bis jetzt wurde noch immer keine endgültige Entscheidung getroffen.
Nach dieser Woche machen wir (also die MaZ der Salvatorianer) gemeinsam Urlaub. Über Weihnachten werden wir in Pangani, einem der schönsten Strände Tansanias, sein. Danach geht es über Sylvester weiter nach Sansibar, erst zwei Tage Stonetown (die Hauptstadt) und danach noch einmal Strand.
Ich denke, diese Zeit der Erholung haben wir uns regelrecht verdient und hoffe, dass ich nicht zu oft einen Sonnenbrand bekommen werde.

Montag, 9. Dezember 2013

Garten-, Haus- und Feldarbeit in Masasi

Inzwischen ist es ungefähr einen Monat her, dass wir Chiungutwa verlassen haben. Zeit, einmal zu berichten, was wir in diesen Wochen gemacht haben. Hier in Masasi sind wir nämlich nicht nur rumgesessen und haben die Zeit totgeschlagen, wir haben versucht, das Beste aus unserer Situation zu machen: Wir haben mögliche neue Einsatzstellen angeschaut und vor allem hier in Masai bei den Brüdern gearbeitet.

Feldarbeit
Die Salvatorianer haben eigene Felder mit Cashew-Bäumen und Erdnüssen. Da im November gerade Erntezeit war, konnten wir fleißig mit anpacken. Wir sind mit aufs Feld gefahren, um die getrockneten Mabibos (das sind die Früchte, die an der Cashewnuss dran sind) einzusammeln, haben die nassen Mabibos zum Trocknen gelegt, diese dann sortiert, sobald die ersten trocken waren. Und auch die Cashewnüsse haben wir nach ihrer Größe sortiert, da diese zu unterschiedlichen Preisen verkauft werden.

Gartenarbeit
Eine sehr regelmäßige Aufgabe war das Blumengießen vor Einbruch der Regenzeit. Zweimal täglich mussten wir die kleinen Sträucher gießen, das ist nämlich der ganze Stolz von Bruder Bogdan. Und wir haben auch ein paar neue Sträucher eingepflanzt. A propos einpflanzen: Ich habe auch  im Gemüsegarten mitgeholfen und  Maboga ausgesät. Und was man auch noch zu Gartenarbeit zählen kann: Wir haben außerhalb des Geländes der Salvatorianer, am Zaun entlang, mit Buschmacheten Bäume und Sträucher gefällt, damit man eine bessere Sicht auf Einbrecher hat.

Hausarbeit
Inzwischen sind wir in der ganzen Region für unsere selbstgemachte Mangomarmelade bekannt. Gut, dass es hier sehr viele Mangos zur Verfügung gibt.. Aber noch begeisterter sind alle von unseren selbst kreirten Plätzchen, Variationen mit Orange, Erdnüssen oder Schokolade. Inzwischen schmecken sie auch uns sehr gut, anfangs hatten wir noch kleinere Anlaufschwierigkeiten, da es hier weder eine Waage noch Rezepte gibt. Und auch der Ofen und die Zutaten sind doch etwas anders, als wir es von Deutschland gewohnt waren. Ach ja, und wir haben den Abstellraum der Küche und vor allem die dort gelagerten, schon länger nicht mehr benutzten Küchenutensilien geputzt. Eine Kuchenform, in der eine drei Zentimeter dicke Ölschicht war, eine Schüssel, die als Kakerlakenfriedhof diente, Muffinbleche, die mit Eiern übersät waren...

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Kwa Heri, Chiungutwa!

Heute (Mittwoch) war es so weit: Wir sind noch einmal nach Chiungutwa gefahren, um uns in aller Ruhe zu verabschieden. Los gings im Pfarrkindergarten. Die Kinder haben sich rießig über unseren Besuch gefreut und auch die Erzieherin war sehr glücklich, uns noch einmal zu sehen. Alle Kinder wollten kuscheln und noch einmal die "Wazungus", also die Weißen, berühren. Dann gab es zum Abschied noch für jedes Kind Kekse. Ich war kurz davor zu weinen, denn obwohl wir den Kindern gesagt haben, dass wir nicht mehr wiederkommen, haben sie sich von uns mit "bis Morgen" verabschiedet. Emotional sehr berührt ging es dann noch weiter zur Secondary School. Da dort am Freitag die Ferien beginnen, war irgendwie schon alles wie ausgestorben, ein paar Schüler waren noch da und haben geputzt. Wir haben auch nur vier Lehrer getroffen. Immerhin konnten wir noch Handynummern austauschen, unsere Bücher zurückgeben und uns in aller Ruhe von ihnen verabschieden. Manche von ihnen sind wirklich zu Freunden geworden, die werde ich mit Sicherheit vermissen. Wir wollten uns auch noch von unseren Nachbarn verabschieden und ihnen für ihre Hilfe (beispielsweise mit Hugo, unserer Hausratte) danken, aber die waren leider nicht aufzufinden. Zum Schluss haben wir uns noch von Father Felix verabschiedet. Dann ging es ein letztes Mal mit dem Bus von Chiungutwa nach Masasi...

Kwa Heri, Chiungutwa... Das heißt übersetzt: "Auf Wiedersehen" oder "mit Frieden". Ein Wiedersehen wird es wohl nicht geben, aber wir hoffen sehr, dass unser Abschied jetzt im Frieden geschlossen wurde und wir den Dorfbewohnern in friedlicher Erinnerung bleiben.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Die momentane Situation

Vielleicht haben sich Einige von euch bereits gewundert, warum ich in letzter Zeit nichts mehr über meine Arbeit in Chiungutwa berichtet habe. Den Hintergrund  möchte ich  in diesem Blogeintrag genauer erklären. Wie vielleicht aus alten Berichten schon hervorgegangen ist, kamen wir beide als erste Freiwillige nach Chiungutwa, wo Vieles fehlte. So war das Leben nicht immer einfach, insbesondere was die Lebensumstände anging. Wir hatten beispielsweise nach über zwei Monaten immer noch keinen Schrank.

Zu diesen Problemen, die wir anfangs noch als aufregend und abenteuerlich angesehen haben, kamen noch gesundheitliche Probleme hinzu. Zu oft Malaria, Parasiten und andere Krankheiten, die nicht zuletzt durch den Mangel an sauberem Wasser verursacht wurden. Leider gab es auch auf der zwischenmenschlichen Ebene mit dem Ansprechpartner Schwierigkeiten. Ende Oktober haben sich all diese Probleme verstärkt und das Leben in Chiungutwa war für uns beide keine Freude mehr. Wir haben viele Gespräche mit unseren Betreuungspersonen in Deutschland und in Masasi geführt und  Anfang November wurde beschlossen, dass wir unsere Sachen packen und erst einmal nach Masasi gehen. Jetzt sind die Verantwortlichen daran, für uns neue Einsatzstellen zu suchen. Dort werden wir dann Anfang Januar, nach den großen Ferien, unter hoffentlich besseren Bedingungen leben und das MaZ-Jahr und den Freiwilligendienst mit neuer Freude fortsetzen.

Aber auch wenn die Zeit in Chiungutwa nicht immer einfach war, bin ich froh, dort gewesen zu sein. Wir durften sehr viele Erfahrungen sammeln, sind selbst an unsere eigenen Grenzen gestoßen und haben sehr viel dazu gelernt. Und es gab neben diesen Herausforderungen und Problemen doch sehr viele schöne Momente, die nicht in den Hintergrund gedrängt werden sollen. Die Arbeit im Kindergarten und in den Schulen, der Kontakt zu den Menschen, die Besuche bei den Nachbarn, das Spielen mit den Kindern, Duschen unter klarem Sternenhimmel, ..., all das sind unvergessliche Momente. Deshalb bereue ich es auch in keinster Weise, das Leben in Chiungutwa probiert zu haben. Aber es gab so viele Probleme, es war teilweise echt eine Qual, am Sonntagnachmittag wieder nach Chiungutwa zurückzukehren, nachdem man sich in Masasi halbwegs erholt und neue Kraft getankt hatte.

Die Entscheidung, aus Chiungutwa wegzugehen, war mit allen Beteiligten abgesprochen und ist erst nach einem langen Prozess des gemeinsamen Dialogs, erneuter Veränderungsversuche und Kompromisse getroffen worden. Trotz der vielen Probleme war der Aufbruch für uns nicht leicht, da wir doch bereits Freunde gefunden hatten.

Die Übergangsphase, bis wir in einer neuen Einsatzstelle anfangen können, verbringen wir in Masasi. Um nicht nur untätig rumzusitzen, helfen wir bei der Garten-, Haus-, und Feldarbeit mit.

In den nächsten Tagen werden wir noch einmal nach Chiungutwa fahren und uns von allen unseren Freunden, Kindergartenkindern und Schülern in Ruhe verabschieden. Unser Weggang verlief nämlich relativ schnell, sodass dafür keine Zeit mehr geblieben ist.

Ich hoffe, dass ich mit diesem etwas längeren Blogeintrag einen Einblick in unsere momentane Situation geben konnte und bitte auch um Verständnis für diese unerwarteten Entwicklungen.

Montag, 25. November 2013

I´m singing in the rain

Jetzt ist sie da: Die Regenzeit. Bereits in den letzten Wochen gab es immer wieder mal ein paar leichte Regenschauer. Heute haben wir dagegen unseren ersten richtig starken Zenitalregen erlebt. Es schüttet wie aus Kübeln, etwa eine halbe Stunde lang. Alles steht still. Die Einheimischen ziehen sich in die Häuser zurück oder suchen irgendwo Unterstand. Der Regen ist so laut, dass man kaum sein eigenes Wort versteht. Und was machen die jungen Deutschen? Stellen sich freiwillig mit ihren gesamten Klamotten in den Regen hinaus, bis sie völlig durchnässt sind, singen dazu irgendwelche Lieder und tanzen vergnügt vor sich hin. Gut, dass uns kaum jemand gesehen hat :) Aber erstaunlich, wie kalt der Regen war, wir haben ihn uns viel wärmer vorgestellt. Und auch die Luft ist abgekühlt, inzwischen wird es aber schon wieder sehr schnelll sehr warm. Aber jetzt heißt es vor allem: Auf die Tiere aufpassen. Nicht nur, dass es jetzt wesentlich mehr Moskitos geben wird, besonders im Dunkeln muss man jetzt noch vorsichtiger sein. Schlangen, Skorpione und Tausendfüßler werden durch die Wassermassen aus ihren Löchern gedrängt und  suchen sich ihre Wege an die Oberfläche. Daher hoffen wir, immer  an eine Taschenlampe zu denken, damit kein Unglück passiert...

Donnerstag, 21. November 2013

Ausflug in den Westen Tansanias

Wir hatten das Glück, die Zeit zu haben, ein paar Tage nach Namiungo zu fahren. Dieses kleine Dörfchen liegt etwa fünf Busstunden westlich von Masasi. Die Busfahrt war aber zum Glück nicht allzu langweilig, da es sehr faszinierend ist zu beobachten, wie sich die Landschaft und die Vegetation auf dem Weg nach Westen verändert. Es wird einerseits grüner, aber es ragen auch immer wieder riesige Steinfelsen aus dem Nichts in den Himmel empor. Ab und zu, also wirklich nur sehr selten, sind wir an kleinen Dörfern vorbeigefahren, bis wir schließlich in Namiungo angekommen sind. Dieses Dörfchen fanden wir einfach bezaubernd. Es sieht absolut genauso aus, wie man sich ein kleines, traditionelles Dorf Afrikas vorstellt oder wie es auch in Schulbüchern abgebildet wird: kleine rote Hütten aus Lehmziegeln mit Strohdächern, daneben ein kleiner Gemüsegarten und im Hntergrund große Palmen mit Kokosnüssen; Vereinzelte Ziegen, viele Mangobäume und auch ein paar ganz traditionelle Dukas (kleine Hausläden). Es gibt also wirklich noch Orte, in denen die Subsistenzwirtschaft funktioniert. Wir waren wirklich beide wie verzaubert von der Atmosphäre dieses in sich stimmigen, von der westlichen Welt quasi unberührten kleinen Flecken Erde. Um es auch so unberührt zu lassen, haben wir es vorgezogen, dort keine Fotos zu machen, worum ich um Verständnis bitte. Nun aber zu dem eigentlichen Grund, warum wir nach Namiungo gefahren sind: Dort befindet sich das Formation House der Salvatorianer. Das ist ein riesiges Gelände, mit vielen Ausbildungsstätten wie einer Krankenstation, einer Schreinerei, einem rießigen Gemüsegarten, vielen Plantagen, etlichen Tieren und um die 30 000 Cashewnuss-Bäume. Dort leben junge Männer, die gerne selbtst Salvatorianer werden wollen, für ungefähr ein Jahr, um das Leben in einem Orden auszuprobieren und zu einer endgültigen Entscheidung zu kommen. Wir haben sehr viele nette Menschen dort kennengelert und sind sehr froh, auf diese Weise in den Westen des Landes gekommen zu sein.

Sonntag, 17. November 2013

Mission: Griesbrei

Das Essen hier ist zwar an sich nicht schlecht, aber ab und zu möchte man doch zur Abwechslung auch einmal etwas aus der Heimat essen. Unsere Idee: Grießbrei. Das war allerdings nicht ganz so einfach. Bereits beim Einkaufen fingen die Probleme an. Was heißt Gries auf Kisuaheli? Der erste Versuch war dann auch zu unserer Enttäuschung Vollkornmehl. Nachdem wir über einen Monat jedes Mal, wenn wir im Supermarkt waren, nach Grieß gesucht haben, haben wir etwas sehr ähnliches entdeckt: Sooji. Das ist zwar nicht einhundertprozentig Grieß, aber es kommt ihm schon sehr ähnlich. Also haben wir uns am nächsten Morgen höchst motiviert an das Kochen begeben. Aber sobald wir die Sooji-Packung geöffnet hatten, das nächste Problem: Lauter Wadudus, also ganz viele schwarze Krabbeltierchen. Und diese hatten schon viele Eier gelegt, sodass auch bereits einige Larven enthalten waren. Aber das war uns dann auch schon egal. So gut es eben möglich war, wurden die schwazen Tierchen aus dem Grieß gefischt.Die Larven und die Eier wurden mitgekocht, da es uns nicht möglich war, sie vollständig herauszufischen.

In Afrika geht eben alles etwas langsamer, immer schön "pole pole". So ist es also auch nicht verwunderlich, dass wir zwei Monate gebraucht haben, bis wir unsere ersten Grießbrei kochen konnten.

Freitag, 8. November 2013

Fliegerlied, Ententanz, Rotes Pferd und Co.

Ja, ihr habt schon richtig gelesen. Das sind alles Titel von deutschen Kinderliedern. Und nicht nur in Deutschland finden diese Lieder große Begeisterung, auch hier in Tansania. Das Fliegerlied ist der absolute Favorit.
Ok, ich fang mal ganz von vorne an...
Wie ich bereits erwähnt habe, gehe ich donnerstags in die Primary School und unterrichte dort einen Chor. Dieser verleitet einen sehr zum Austausch der Kulturen. Ich bringe den Kindern deutsche und englische Lieder bei und im Gegenzug lerne ich Lieder auf Kisuaheli. Aber englische Lieder finden die Kinder nicht so interessant, die deutschen finden sie viel witziger. Und da eignen sich vor allem Lieder wie das Fliegerlied oder der Ententanz, ein nicht all zu schwerer Text und viele Bewegungen. Es macht mir unglaublich viel Spaß, gemeinsam mit den Kindern zu singen und zu tanzen. Und wenn der Unterricht dann vorbei ist, begleiten uns die Kinder noch nach Hause und unterwegs wird natürlich weitergesungen. Kleiner Nebeneffekt: Die Lieder verbreiten sich im ganzen Dorf. Heute habe ich in der Secondary School Englisch unterrichtet. Als ich aus dem Klassenzimmer gehen wollte, wurde ich von den Schülern gebeten, doch noch da zu bleiben und mit ihnen zu singen. Und dann haben ein paar Schüler angefangen, das Fliegerlied zu singen. Ich hätte vor Freude weinen können.
Und so kam es also, dass bald alle Einwohner von Chiungutwa das Fliegerlied singen werden. Und wer weis, vielleicht verbreitet es sich ja weiter...

Mittwoch, 6. November 2013

Afrikanische Stoffvielfalt

Jeder kennt sicherlich Gerüchte über die Klamotten und Stoffe  der Afrikaner: bunt, in vielen Farben, wallende Tücher und einfach eine einzige  Farbenpracht.

Fazit: es stimmt.
Die Menschen hier tragen Klamotten und Tücher in allen möglichen Farben und Mustern. Das Gesamtbild sieht einfach wunderschön aus. Wir haben uns auch schon von dieser Farbpracht anstecken lassen. Es gibt Khangas, das sind große bunte Tücher, die man als Wickelrock, Kopftuch oder als Tuch tragen kann, es gibt weit über zweihundert Verwendungsmöglichkeiten. Dann gibt es noch Kitenge, das sind ebenfalls große bunte Stoffe. Aus diesen lässt man sich meist etwas schneidern; Kleider, Röcke, Blusen oder Taschen. Wenn man einen guten Schneider gefunden hat, was bei uns leider etwas gedauert hat, sodass die ersten Kleider letztendlich nur noch als Faschingskostüme verwendet werden können, kann man selbst sehr kreativ werden. Ein Glück, dass die Franzi gut zeichnen kann, sodass der Schneider unseres Vertrauens perfekte Vorlagen bekommen hat. Dann gibt es noch eine dritte Kategorie, das sind bunt bedruckte oder einfarbige Stoffe, die aus einem anderen Material sind und noch am ehesten den europäischen Standards entsprechen. Auf dem Markt gibt es von allen Stoffsorten riesige Auswahlen. Wir haben schon sehr viel Zeit in den Stoffläden verbracht, sind bereits Stammkunden und mit den Verkäufern per du. Es macht nämlich riesigen Spaß, sich für wenig Geld einen Stoff zu kaufen und diesen dann in ein wunderschönes Unikat verwandeln zu lassen.

Meine einzige Sorge: Was mache ich im August, wenn ich alles in meine Koffer packen muss? Ich habe jetzt schon drei Kleider, drei Röcke, mindestens acht Taschen und zehn Tücher. Und in meinem Zimmer liegen noch einige Stoffvorräte... ... ...

Freitag, 25. Oktober 2013

Noch mehr Arbeit mit den Cashew-Nüssen

Heute Nachmittag habe ich Erick, einem Arbeiter, geholfen, die  Cashewnüsse nach deren Größe zu sortieren. Acht 50-Liter Säcke voll Nüsse. Während der ziemlich monotonen Arbeit habe ich mich sehr gut mit Erick unterhalten, er spricht nur Kisuaheli. Als ihm die Unterhaltung allerdings irgendwann zu langweilig wurde, hat er angefangen, mir  Kimau, eine Stammessprache der  Bewohner von Masasi, beizubringen. Als ob eine neue Sprache nich schon genug wäre... Immerhin war es ziemlich lustig.

Was nicht ganz so lustig war, war der kurze Besuch seines Freundes. Dieser hat, anstatt mich zu begrüßen, als erstes wissen wollen, wo mein Ehemann ist. Gleich darauf folgte ein Heiratsantrag und darauf eine Liebeserklärung. Schon komisch, er scheint es wirklich ernst gemeint zu haben, er wollte nämlich gleich zum Pfarrer gehen und ihn nach einem Termin fragen. Dabei wusste er noch nicht einmal meinen Namen. Naja, ich hab ihn dann schon abwimmeln können. So im Nachhinein eigentlich eine ziemlich lustige Sache.

Wir bleiben übrigens noch bis Sonntag oder Montag in Masasi, da in Chiungutwa momentan kein Wasser vorhanden ist, sodass wir hier besser aufgehoben sind. Wenn wir dann zurückkommen, wir am Montag erst einmal wieder Wasser geholt, bis der Polytank mit 3000 Litern wieder voll ist...

Cashew-Farming

Am Dienstag wurden wir ganz planmäßig aus dem Krankenhaus entlassen. Da die Franzi aber weiterhin Tabletten nehmen muss und sie immer noch nicht richtig fit ist, haben wir die Erlaubnis bekommen, den Rest der Woche in Masasi bei den Brüdern zu verbringen. Hier kann sich die Franzi in aller Ruhe erholen und ich habe dem Father James meine Hilfe angeboten, damit mir nicht langweilig wird. Jetzt weis ich sehr viel über die Arbeit eines Bauern, der Cashew-Bäume hat.
Mittwoch Vormittag sind wir auf das Feld gefahren, um die Früchte des Cashewbaumes, die Mabibo (oder auf Englisch: Cashew-apple) einzusammeln. Sie wurden zum Trocknen ausgelegt, sodass sie jetzt als Dörrobst weiterverwendet werden können. Man kann sie essen (schmeckt absolut widerlich), aber in der Regel werden sie zur Herstellung von Gin benutzt (es gibt auch Wein, der schmeckt sehr gut). Die Arbeit auf dem Feld war zwar an sich nicht schwer, aber da es in der prallen Sonne war, kamen alle Helfer ziemlich schnell ins Schwitzen.
Danach, damit mir ja die Arbeit nicht  ausgeht, habe ich gelernt, wie man neue Cashew-Pflanzen sät. Sie werden zuerst in einem kleinen "Topf" angesetzt, bis die Pflanzen groß genug sind, sodass sie in die Erde eingepflanzt werden können. Da es hier aber keine Blumentöpfe oder so etwas in der Art gibt, muss man sich zu helfen wissen. Eine Konstruktion aus Plastikschläuchen, Bierflaschen, Bierkästen und Matsch ist ideal geeignet. Das Plastik wird auf die gewünschte Höhe zugeschnitten, dann wir es über eine leere Bierflasche gestülpt. Unterhalb des Flaschenbodens wird ganz viel Matsch reingemantscht, sodass eine Art Pfropfen für die Plastikröhre entsteht. Nach einer Nacht Trockenzeit kann die Flasche entfernt und die Plastikhalterung mit Erde aufgefüllt werden. Dann wird der Samen gesät und anschließend mit Erde bedeckt. Außreichendes Bewässern nicht vergessen.
So eine Bierflaschenplantage schaut schon ziemlich lustig aus. Insgesamt habe ich 110 Cashewsamen gesät. Ich bin sehr gespannt, wie viele davon sprießen werden...

Montag, 21. Oktober 2013

Krank sein

Krank sein

Ein Tipp für alle, die selbst einmal nach Afrika reisen wollen: Die beste Lösung: Werdet nicht krank!!!

Wie ich ja schon berichtet habe, hatte ich bereits zweimal Malaria. Das ist nicht besonders schön, aber ich habe es immer rechtzeitig bemerkt, sodass ich durch die Einnahme von Medikamenten immer schnell wieder gesund geworden bin. Die Franzi hatte nicht so viel Glück. Sie hat zwar ebenfalls immer bemerkt, wenn sie Malaria hatte, allerdings hatte sie es schon 5 Mal. Eindeutig zu oft. Deshalb sind wir momentan hier: Ndanda, Krankenhaus der Benediktiner. Wir haben sehr viel Glück gehabt, denn momentan ist hier ein deutscher Arzt, der sich sehr gut um uns kümmert. Und auch die gesamte Versorgung im Krankenhaus ist nicht schlecht. Ich muss zugeben, da ich selbst ja nicht krank bin, ist es hier für mich fast wie Urlaub. Es gibt eine warme Dusche und Strom auf dem Zimmer, das Essen wird aufs Zimmer geliefert und die Sonne scheint. Mein einziges Problem: Ich habe kein Bett, schlafe jetzt auf einer Pritsche, die mit Kissen und Decken ausgepolstert wurde. Aber es gibt Schlimmeres. Die Franzi hat anfangs Infusionen bekommen, inzwischen wurde die Medikation auf Tabletten umgestellt und bis auf deren Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwerhörigkeit geht es ihr schon wieder sehr viel besser. Am Dienstag können wir wieder heim, nach 5 Tagen Aufenthalt in der ersten Klasse eines afrikanischen Krankenhauses.

Aber in Afrika gibt es leider noch andere Krankheiten, mit denen man oft nicht rechnet. So erging es mir letzte Woche. Ich hatte nämlich einen Parasiten im Genitalbereich. Zuerst habe ich gedacht, es wäre ein Mückenstich oder ein Pickel, aber dieses Dings ist immer größer geworden, hat eine unschöne grüne Farbe angenommen und hat höllisch weh getan. Ich wurde zweimal in einer Dispensory behandelt. Anfangs habe ich nur Schmerzmittel und Salben bekommen. Ach ja, und ein Spongebob Schwammkopf- Pflaster. Als das Tier dann groß genug war, wurde es geöffnet und entfernt und ich habe Antibiotikum bekommen. Aber mir geht es inzwischen schon wieder richtig gut.

Was wir auf jeden Fall gelernt haben: Lieber geht man hier zu oft zum Arzt als zu wenig. Denn hier gibt es ja schließlich Krankheiten, mit denen man niemals in Deutschland rechnen würde...

Sikukuu in einer Outer Station

Sikukuu in einer Outer Station

Da wir heute (Mittwoch) aufgrund eines muslimischen Feiertags frei hatten, haben wir Pater Felix in eine Outer Station begleitet. Diese liegt ca. eine halbe Stunde mit dem Auto von Chiungutwa entfernt, sehr nahe an der Grenze zu Mosambik. Dort war ein Sikukuu, ein großer Feiertag. Es wurde der Namenspatron der Kirche gefeiert, zwei Kinder wurden getauft und fünf Kinder haben ihre Erste Kommunion erhalten. Alles in einem rießigen Festgottesdienst, der weit über zwei Stunden dauerte. Es wurde regelrecht in der Kirche gefeiert. Anschließend waren alle noch zum Essen eingeladen. Während wir auf das Essen warteten, sind wir mit den Menschen in Kontakt gekommen. Sie wollten vor allem, dass wir Fotos von und mit ihnen machen, da die meisten von ihnen noch nie ein Foto von sich selbst gesehen hatten. Das Essen war sehr gut und sehr traditonell. Wir haben zu dritt (mit unserem Nachbarsjungen) aus einem großen Teller gegessen.

Der Besuch in der Outer Station war für uns nochmals eine ganz neue Erfahrung. Wir haben gesehen, wie erschreckend manche Lebensbedingungen sein können. Der nächste Brunnen liegt mit dem Auto 15 Minuten von diesem kleinen Dorf entfernt, um Wasser zu bekommen, müssen die Menschen täglich sehr große Lasten auf sich nehmen. Es gab auch kein einziges Geschäft, um sich mit Lebensmitteln oder Kleidung zu versorgen. Aber: Trotzdem wurden wir sehr herzlich empfangen undd die Dorfbewohner  haben das Wenige, das sie besitzen, gerne mit uns geteilt. Ein sehr prägendes Erlebnis...

Dienstag, 15. Oktober 2013

Mal wieder ein Wochenende in Masasi

Mal wieder ein Wochenende in Masasi

Was man so alles macht, wenn man aus einem kleinen Kaff mal wieder in die Stadt fährt:

- Man geht in die Dispensory um einen Malariatest zu machen, einfach deshalb, weil eine Dispensory vorhanden ist. Fazit: Sowohl Franzi als auch ich haben Malaria, obwohl wir uns eigentlich ganz gut gefühlt haben. Also wieder Tabletten schlucken..

- Ausflug ins Office, um sich als wohnhaft zu registrieren. Wir haben es eher noch nicht geschafft beziehungsweise wussten davor gar nicht, dass es so ein Office in Masasi gibt.

- In eine Bar gehen und mal eine Cola oder Fanta trinken. Ein bisschen Abwechslung zum über dem offenen Feuer abgekochten Wasser, das wirklich schrecklich nach Rauch schmeckt, tut schließlich auch mal ganz gut.

- Shoppen gehen. Auf dem Markt gibt es wunderschöne Stoffe. Und auf dem Altkleidermarkt bekommt man wunderschöne, richtig gut erhaltene europäische Kleidung. Franzi hat für 25 Cent ein fantastisches T-Shirt von einer Designerin aus Mailand bekommen.

- Aber das Allerwichtigste: warm Duschen :)

Ergänzung: Rattenalarm

Ergänzung: Rattenalarm

Donnerstag, 6:50 Uhr: Melanie ist noch voll verschlafen, muss aber aufstehen. Möchte sich anziehen, öffnet ihren Koffer. Dann ein Schrei... Jetzt weis sie endlich, wo die Ratte ist.

Der Schrei war wohl ziemlich laut, denn unsere Nachbarin wusste bereits, worum es sich handelt, als die Franzi sie um Hilfe gebeten hat. Sie hat dann mit einem Knüppel auf meinen Koffer, respektive auf die Ratte eingeschlagen. Jetzt ist sie tot. Hoffentlich hat sie nicht noch mehr Schaden in meinem Koffer angerichtet... ... ... Eine kaputte Unterhose reicht vollkommen.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Juchuu, endlich ein eigenes Haustier

Juchuu, endlich ein eigenes Haustier

Hab Hugo zwar bloß zwei Minuten lang gesehen, aber er hat uns den ganzen Abend, die ganze Nacht und heute Nachmittag auf Trab gehalten. Hugo ist eine fette braune Ratte. Ich hätte ihn ja gerne eingefangen und als Haustier gehalten, aber das war aus mehreren Gründen nicht möglich. Und ich muss schon zugeben, es ist nicht besonders schön, eine Nacht lang kaum zu schlafen, weil man die ganze Zeit eine Ratte rumlaufen hört, direkt an seinem Bett entlang... Gut, dass ein Moskionetz auch vor anderen Tieren schützt. Immerhin weis ich jetzt, wie die Löcher in eine meiner Unterhosen gekommen sind, die ich zum Trocknen übers Bett gehängt hatte. Nach dieser sehr kurzen Nacht haben wir heute unser komplettes Zimmer ausgeräumt, inklusive Matratzen. Leider oder glücklicherweise konnten wir Hugo niergends finden. Also haben wir die Gelegenheit gleich noch zum Putzen genutzt. Es ist nicht schön, Kadaver von riesigen Spinnen und Kakerlaken unter seinem Bett zu finden. Aber immerhin waren wir so den ganzen Tag beschäftigt. Und da sich hier ja alles rumspricht, ist sogar unsere Nachbarin vorbeigekommen, um uns beim Putzen zu helfen. So gesehen hatten wir durch Hugo zwar eine Menge Arbeit, aber diese hat sich auch gelohnt.

Samstag, 5. Oktober 2013

Öffentliche Transportmittel mal anders

Öffentliche Transportmittel mal anders

Heute sind wir nach Masasi gefahren. Uns wurde gesagt, dass ungefähr jede Stunde ein Daladala in Chiungutwa fährt. Also sind wir sehr motiviert zur Bushaltestation aufgebrochen. Nach einer halben Stunde wurde es langweilig, nach einer Stunde haben wir nochmal Pater Felix angerufen, aber er hat gemeint, dass noch Dalas unterwegs sind. Also wieder warten.
Es waren Bauarbeiter mit einem LKW mit offener Ladefläche  an der Bushaltestelle und nach weiteren 15 Minuten haben sie uns mitgeteilt, dass sie jetzt nach Masasi fahren und ob wir nicht mitkommen möchten. Perfekt. Diese Fahrt war ein wunderbares Erlebnis. 50 bis 80 km/h, löchrige Lehmstraße, sehr warmer Fahrtwind, trockene Luft mit sehr hohem Staubanteil. Sehr schöne Aussicht und ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit. ... Eine Achterbahnfahrt ist nichts dagegen, allein schon wegen der schönen Aussicht.

Fazit: Neben Daladala, Pikipiki und Bajaji gibt es noch viele andere Möglichkeiten, an sein Ziel zu kommen, man braucht nur viel Geduld und ein bisschen Glück.

P.S.: Die Heimfahrt hat 3 Stunden gedauert, von denen wir 2 einhalb Stunden im Bus gewartet haben, bevor er überhaupt losgefahren ist...

Mal ein paar Worte zu unserer Sicherheit

Mal ein paar Worte zu unserer Sicherheit

Ich persönlich denke, dass wir in Chiungutwa sehr sicher sind und keine Angst vor Überfällen oder Einbrechern haben. Die SDS-Missionsstation ist eingezäunt und das Tor wird in der Nacht mit einem großen Vorhängeschloss geschlossen. Naja, ein kleiner Haken: Das Haus, in dem wir wohnen, liegt außerhalb dieses geschlossenen Geländes. Aber inzwischen haben wir eine Türklinke und ein Schloss für unsere Zimmertür bekommen und die Haustür können wir auch noch abschließen. Die Haushälterin (oder Köchin oder was genau sie macht, wissen wir eigentlich nicht) wohnt auch in unserem Haus, was noch ein positiver Nebeneffekt für unsere Sicherheit ist. Außerdem glaube ich nicht, dass uns jemand aus dem Ort bestehlen würde, da uns inzwischen jeder kennt und alle alles über uns wissen. Und falls uns doch einmal  ein Einbrecher besuchen möchte, haben wir immer noch unseren Nachbarn.

Hierzu eine kurze Anekdote: Am Sonntag haben wir unseren Nachbar, der auch der Bajaja-Fahrer ist, besucht. Nach einem sehr guten Essen haben wir uns richtig gut unterhalten, wir haben Fotos gemacht und uns die unterschiedlichen Kulturen näher gebracht. Als ich alleine war, weil die Franzi gerade Fotos in unserem Haus geholt hat, hat er plötzlich eine riesige Machete gezückt. Ich war total schockiert. Aber seine Frau war ganz gelassen. Er hat sehr anschaulich demonstriert, wie gut er mit dieser Waffe umgehen kann. Zuerst hab ich mich richtig unwohl gefühlt, aber dann hab ich alles verstanden: Er wird uns damit beschützen, denn er ist ein starker Mann und wir sind zwei junge Frauen. Wenn also irgendwann ein Einbrecher kommen sollte, sollen wir einfach ganz laut schreien oder ihn anrufen, dann wird er uns sofort retten. Da kam die Franzi wieder zurück und war anfangs ebenfalls etwas irritiert. Jedenfalls sind wir froh, einen sooo coolen, lieben und hilfsbereiten Nachbarn zu haben.

Fazit: Es ist überflüssig, sich Sorgen zu machen, wir sind in Chiungutwa sehr gut aufgehoben.

Samstag, 28. September 2013

Chiungutwa Secondary School

Chiungutwa Seondary School

Am Dienstag haben wir die Nachricht erhalten, dass nun endlich der zweite Direktor der Secondary School zurück ist. Gemeinsam mit Pater Felix haben wir uns dann mit ihm unterhalten und bereits am Abend hatten wir unsere Stundenpläne: Ich unterrichte 10 Stunden Englisch die Woche, die Franzi 4 Stunden Physik und 6 Stunden Mathe. Die genauen Arbeitszeiten haben wir dann am Mittwoch erfahren. Ich habe Glück und kann bis auf Freitag jeden Tag vollständig im Kindergarten arbeiten, da Englisch davor bzw. danach ist. Ab Donnerstag ging dann der Arbeitsalltag für uns so richtig los. Am Freitag hatte ich meine erste eigene Englischstunde. Es ist zwar nicht einfach, aber es macht mir sehr viel Spaß. Und die Franzi ist mit ihrer Arbeit auch sehr zufrieden. Die Lehrer der Schule sind alle supernett und richtig cool drauf. Sie helfen uns auch sehr mit der Sprache und bringen uns viele neue Vokabeln bei. Es gibt zwar ein offizielles Lehrerzimmer, aber alle treffen sich immer unter einem großen Mangobaum, wo geredet, Tee getrunken, gechillt und gelacht wird. Dort kommen auch immer wieder Händler vorbei, die Gebäck oder andere Snacks verkaufen. Und ab und zu bereitet sogar ein Lehrer seinen Unterricht vor. Am Freitag kamen Schüler aus der Nachbarschule zu Besuch, es wurden ein Debattierwettbewerb und Wettkämpfe in Fußball, Volleyball und Netball abgehalten. Wir haben zwar nur zugeschaut, aber die Stimmung war gigantisch. Besonders, da die Chiungutwa Secondary School alle Sportwettkämpfe gewonnen hat.

Noch ein paar Anmerkungen zum tansanischen Schulsystem:
Es gibt in Tansania über 125 verschiedene Sprachen. Die Kinder sprechen Zuhause eine davon. Sobbald sie in den Kindergarten kommen, lernen sie Kisuaheli. Der Unterricht ist dann auch auf der Primary School, die auf den Kindergarten folgt, in Kisuaheli. Wer gut ist, schafft es dann auf die Secondary School. Das Problem: Der gesamte Unterricht in jedem Fach!!!! ist auf Englisch, obwohl die Kinder überhaupt kein Englisch können. Es gibt zwar einen speziellen Vorbereitungskurs, der vermittelt aber nur die Basics. Daher ist das Unterrichten für uns auf der Secondary School nicht besonders einfach, aber wir freuen uns über diese neue Herausforderung und bisher hat auch alles ganz gut funktioniert.
Ergänzung: Heimfahrt von Mtwara

Die Idylle des Wochenendausflugs wurde leider ein wenig durch die Heimfahrt getrübt: Nach einem wunderschönen Sonntagvormittag wurden wir um 1 Uhr zum Busbahnhof gebracht, wo wir über eine Stunde auf unseren Daladala gewartet haben. Wir hatten dann immerhin einen Sitzplatz, mussten aber noch eine weitere Stunde warten, bevor der Bus überhaupt mal losgefahren ist. Die Fahrt dauerte dann auch über 5 Stunden, in einem total überfüllten, von Babygeschrei erfüllten und extrem stickigen alten Kleinbus. Zum Vergleich: Die Hinfahrt hat 3 einhalb Stunden gedauert und war bereits extrem anstrengend. In Masasi wurden wir von unserem Nachbarn abgeholt. Da er aber noch nicht da war, wurden wir von sehr vielen Menschen angequatscht und teils belästigt, es war ja schon stockdunkel. Aber er kam zu Glück bald und unterwegs hat er uns dann erzählt, dass in dieser Gegend sehr viele Räuber und andere gefährliche Menschen rumlaufen. Aber wir sollen keine Angst haben, er und sein Bajaja sind ja da. (Das ist zumindest der Gesprächsanteil, den wir verstanden haben)
Wir waren jedenfalls heilfroh und auch hundemüde, als wir um 9 Uhr endlich angekommen sind.

Ach ja: Unterwegs haben wir sogar im tansanischen Radio die ersten Wahlergebnisse der deutschen Bundestagswahl mitbekommen :)

Sonntag, 22. September 2013

Wochenendtrip nach Mtwara

Da wir am Montag in der Früh erfahren haben, dass der Kindergarten diese Woche Ferien hat, hatten wir Urlaub. Wir haben uns die Zeit damit vertrieben, dass wir beim Wasserholen geholfen haben (insgesamt an die 3000 Liter). Das sollte jetzt für ca. 2 Wochen halten. Dann haben wir die Gelegenheit ausgenutzt und in die Secondary School geschaut. Die Lehrer dort sind alle sehr nett und wir verstehen uns richtig gut. Am Mittwoch habe ich unvorbereitet vor über 100 Schülern Erdkunde unterrichten dürfen. Definitiv nicht einfach!!!

Am Donnerstag haben wir dann beschlossen, Freitag nach Mtwara zu fahren. Nach einem ausführlichen Gespräch mit Pater Felix hat er uns eine Schlafgelegenheit bei Schwestern organiesiert. Freitag hieß es dann um 4 Uhr aufstehen, die letzten Sachen packen und um 5 gings los. Um halb 10 sind wir in Mtwara angekommen. Eine wunderschöne Stadt. Und das beste: das Kloster, wo wir untergebracht sind, verfügt über fließend Wasser,Strom und liegt zudem noch ganz nah am Meer. Wir haben uns wie im Paradies gefühlt. Wir haben an diesem Wochenende viel von der Stadt gesehen, waren auf dem Markt shoppen und natürlich auch ausgiebig im Meer baden. (Ach ja, da fällt mir ein: ein weiterer Punkt auf der Liste, mit Sachen die man als Weiser niemals in Tansania machen sollte, ist abgehakt: Bade nie im Bikini an irgendwelchen verlassenen Stränden)

Dienstag, 17. September 2013

Die ersten paar Tage in der neuen Heimat

Inzwischen haben wir uns von dem gräßten Schock erholt und sind dabei, uns hier einzuleben. Die Kommunikation funktioniert von Tag zu Tag besser. Wir haben bereits im Kindergarten unterrichtet, uns sogar schon ein eigenes Klassenzimmer eingerichtet und die Kinder scheinen sehr von uns begeistert zu sein. So gesehen geht es uns hier richtig gut. Lediglich mit dem Essen können wir uns immer noch nicht anfreunden, es ist sehr monoton und fad. Ugali mit Bohnen, Reis, Kartoffeln und undefinierbares Grünzeugs, das "nach Heu schmeckt" (Zitat Franzi). Zum Frühstück gibt es Schwarztee und trockenes Brot.

Wir waren bereits bei einer Chorprobe dabei, haben zwar kein Wort verstanden, aber es hat trotzdem total viel Spaß gemacht und es ist eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. A propos Kontakte: Wir wurden von unseren Nachbarn eingeladen, haben bereits mit ihnengemeinsam Ugali zubereitet. Ach und inzwischen haben wir uns Kleider nähen lassen, ich hab ein grünes, die Franzi ein blaues. Wir fühlen uns hier jeden Tag wohler und kommen hier immer besser zurecht. Auch der Unterricht im Kindergarten wird immer besser und bald dürfen wir auch noch in der Secondary Scholl unterrichten, sobald der Direktor wieder da ist. Dann wird abgeklärt, wer wann was unterrichtet. Ach ja, inzwischen war der Schreiner bei uns, d. h. demnächst bekommen wir zwei Schräke, dann können wir endlich unser Zeugs ausräumen und vollständig hier ankommen.
Montag, 9. September

Endlich sind wir angekommen, in Chiungutwa, unserer neuen Heimat. Das Dorf ist nicht sehr groß, Wasser ist hier ziemlich rar und Armut beherrscht das Leben. Sobald wir aus dem Auto ausgestiegen sind, kamen Kinder und wollten Süßigkeiten.
Hier werden wir jetzt ein Jahr lang wohnen: ein Haus mit 4 Zimmern, wir müssen uns eins davon teilen, maximal 12 Quadratmeter groß, mit zwei Betten als Einrichtung, ansonsten nichts, ist ja quasi schon vollgestopft genug. Die Haushälterin hat das Zimmer nebendran, leider sind die Wände nicht bis zur Decke hochgezogen, sodass man absolut alles hören kann. Gut, dass sie kein Deutsch verstehet. Naja, und sie schnarcht und fängt um halb 6 in der Früh lautstark zu singen an. Das dritte Zimmer ist unbewohnt, das vierte ist unser "Bad" (dort stehen drei Wassereimer). Es gibt einen kleinen Innenhof, an den das Plumopsklo und der Innenraum anschließen. Wie schon einmal erwähnt, es gibt weder fließend Wasser noch Strom.
Das Pfarrhaus ist nicht weit vo unserem Haus entfernt. Dort gibt es Strom, wir essen und leben dort. Pater Felix ist sehr nett zu uns, kann aber leider kaum Englisch. Dann leben hier noch die bereits erwähnte Haushälterin, die Kindergärtnerin, eine Köchin und ein weiterer bruder. sie sind alle wirklich sehr sehr nett zu uns, haben uns hier sehr herzlich empfangen und wir verstehen uns sehr gut (die Kommunikation erfolgt größtenteils noch mit Händen und Füßen).


Montag, 9. September 2013

"Hochzeit" auf afrikanisch

Heute war ein ganz besonderer Feiertag in Nanjota, einem Nachbarort von Chiungutwa: Zwei Nonnen haben ihr ewiges Gelübde abgelegt und sich quasi mit Jesus verheiratet. Zu diesem Festakt sind ein Nuntius aus Rom, ein Bischof und viele weitere Geistliche angereist. Wir hatten das Glück, auch hingehen zu dürfen, da die Salvatorianer zum Fest eingeladen waren. Dieses begann mit einem sehr langen Gottesdienst. Der Chor, der Kinderchor und der Jugendchor haben diesen mit Gesängen und Tänzen sehr stark ausgeschmückt, es wurde regelrecht bereits in der Kirche gefeiert. Und auch wir haben mitgetanzt und wurden von der Masse mitgerissen, auch wenn wir nur wenige Brocken Kisuaheli verstanden haben. Das Einzige, was mich an einen Festgottesdienst in Deutschland erinnert hat, war das vorletzte Lied: Großer Gott wir loben dich (natürlich auch auf Kisuaheli).

Nach dem Festgottesdienst wurden alle Gäste willkommen geheißen und wir haben auf Stühlen platzgenommen. Nach einigen Reden gabs dann auch für alle Essen und Trinken (nur die Ehrengäste saßen an Tischen). Danach folgten ganz viele Aufführungen von verschiedenen Gruppen (Kindergarten, Chor, etc. ). Anschließend wurden den beiden "Bräuten" Geschenke überreicht und gratuliert. Dann folgten weitere Aufführungen.

Es war ein richtig faszienierender, mitreißender und wundervoller Feiertag. Es fällt mir richtig schwer, die einzelnen Eindrücke zu beschreiben, aber ich hoffe, die Grundstimmung vermitteln zu können.

Was für uns aber vermutlich das Beste an diesem Fest war, dass wir andere Deutsche getroffen haben. Zwei machen  ein FSJ in Chinukukwe, was gar nicht weit von Chiungutwa entfernt ist, sodass wir uns wohl regelmäßig treffen und besuchen werden :)

Samstag, 7. September 2013

Noch ein paar Ergänzungen

So, hier kommen noch ein paar weitere alltägliche Dinge, da ich diese bisher kaum berücksichtigt habe...

Hier in Masasi haben wir viele Nachbarn. Hinter der Mauer, die das Gelände der Salvatorianer eingrenzt (es liegt am Stadtrand), leben Skorpione, Schlangen und Leoparden. Bisher haben wir aber glücklicherweise noch nichts davon bemerkt... Spinnen gibt es hier auch sehr viele, von ganz klein bis handflächengroß. Daher sind wir sehr froh, unter einem Moskitonetz zu schlafen, da dieses nicht nur vor Moskitos schützt...

Ich glaube, dass sich mein Geschmackssinn verändert. Hier freut man sich bereits wahnsinnig über einfache Kartoffeln, da diese eine wunderbare Abwechslung zu Reis und Ugali darstellen. Ansonsten gibt es noch ein undefinierbares Grünzeug, das seltsamerweise jeden Tag besser schmeckt, und eine Tomatensoße, die zu 90 Prozent aus Wasser besteht. Fleisch ist immer ein absolutes Highlight, aber man kann es nicht mit dem deutschen Essen vergleichen. Bei genauerem Hinsehen haben wir bereits einen Schweinefuß und einen Hühnerhals erkannt...Unser Fazit: mit Salz bzw. Zucker kann man so ziemlich alles wenigstens halbwegs genießbar machen.

Zum Trinken gibts Wasser, abgekocht oder gefiltert, schmeckt dementsprechend anders als in Deutschland.... Zum Frühstück gibts entweder Schwarztee oder Kaffee. Ansonsten kann man sich hier noch Soda und  Bier kaufen, das bekommt man nahezu überall. Ist aber auch wiederum nicht  mit Deutschland zu vergleichen, eine Fanta ist dunkelorange und besteht zu 99% aus Zucker und Chemie. Lediglich Coca-Cola und Pepsi sind unverändert...

Wäsche lässt sich übrigens auch sehr gut mit kaltem Wasser und Seife waschen. Eine Tätigkeit, die uns inzwischen Freude bereitet, da man etwas Sinvolles tut und vor allem schon nach kurzer Zeit einen Erfolg erkennt.

Donnerstag, 5. September 2013

Eine Woche Masasi

Am Sonntag sind wir sehr früh aufgestanden, damit wir um 7 Uhr aufbrechen konnten. Wir sind mit ein paar Brüdern im Auto nach Masasi mitgenommen worden. Die Autofahrt war insgesamt sehr entspannt, abgesehen von den ca. 60 Kilometern Sandpiste und davon, dass sie rund 9 Stunden gedauert hat.

Masasi, das ist die nächstgrößte Stadt von unserer Einsatzstelle aus. Etwa so größ wie Eching, wenn nicht noch kleiner. Immerhin kann man sich hier sogar Fahrräder und Matratzen kaufen, sodass man hier gut überleben kann. Die Brüder hier sind alle total nett zu uns und haben uns herzlich empfangen. Hier leben auch ein polnischer und ein amerikanischer Bruder, mit denen wir uns sehr gut verstehen und mit denen wir uns auch gut auf Englisch unterhalten können.

Wir bleiben noch bis Sonntag/ Montag hier in Masasi, da in Chiungutwa noch irgendein Fest oder so ist, sodass wir dort noch nicht aufgenommen werden können. Wir haben bereits Pater Felix, unseren Betreuer kennengelernt, der uns als erstes offenbart hat, dass wir in unserem Haus in Chiungutwa keinen Strom haben werden... Dementsprechend nutzen wir noch den Strom hier in vollen Zügen aus...

Hier ist das Leben sehr angenehm, wir haben an sich nichts zu tun, sodass wir uns selbst kleine Aufgaben suchen, damit es uns nicht zu langweilig wird. Wir dürfen die Blumen gießen und Erdnüsse knacken, können unsere Wäsche waschen und werden durch die Brüder betreut. Gestern wurden wir in der Stadt herumgeführt und uns wurde auch ein Feld der Salvatorianer mit Erd-und Cashewnüssen gezeigt. Auch hier laufen um 20 Uhr im Fernsehen die Nachrichten, die wir uns regelmäßig anschauen, auch wenn wir quasi nichts verstehen... Aber man bemerkt jeden Tag kleine Fortschritte, man kann sich inzwischen ein wenig unterhalten und lernt jeden Tag mindestens 10 Vokabeln dazu.

Wann der nächste Eintrag kommt, weis ich nicht, da es ohne Strom und mit sehr schlechtem Internet nicht so einfach ist... ... ... :D

Samstag, 31. August 2013

Abschied von der Sprachschule und Zwischenstopp in Dar es Salaam

Am Dienstag gab es in der Sprachschule einen deutschen Abend. Wir haben den ganzen Nachmittag typisch deutsches Essen gekocht, Gemüsesuppe, Käsespätzle und Kaiserschmarrn. Das Kochen war ziemlich mühsam, da die Messer stumpf, die Kochlöffel klein und viele andere Küchenutensilien gar nicht vorhanden waren. Zudem wird über offenem Feuer gekocht, sodass es verdammt heiß ist und regelmäßig Asche rumfliegt. Aber die Mühen haben sich gelohnt, es hat allen richtig gut geschmeckt und mit deutscher Musik haben wir uns fast ein bisschen wie Zuhause gefühlt.

Am Mittwoch war unser letzter Abend, da wurden wir dann von den Sprachlehrern verabschiedet, es gab ein richtiges Festessen und der Abend klang gemütlich in einer Bar aus, wo wir auch hochoffiziell unsere Zertifikate erhalten haben. Somit is es amtlich: Wir können Kisuaheli sprechen (zumindest in der Theorie).

Am nächsten Morgen wurden wir abgeholt und zur Busstation von Morogoro gebracht. Im Reisebus gings dann 3 Stunden lang, begleitet von typisch tansanischen Soaps und Musikvideos in einer unglaublichen Lautstärke, nach Dar es Salaam. Dort wurden wir, nachdem wir eine Zeit lang gewartet hatten ;), von Bruder Sylvester abgeholt. Man glaubt es kaum, aber es passen 7 Personen mit jeweils min. 2 Gepäckstücken in einen gewöhnlichen Geländewagen. Ganz nach dem Motto: Nichts ist unmöglich - Toyota :).

Am Samstag sind wir an den Strand gefahren, diesmal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, also zuerst Daladala (Bus), dann Fähre und dann noch Tukutuku (eine Art Motorradtaxi). Der Strand, das Meer, die Palmen, das Essen -  es war einfach ein wunderschöner Tag :) Und unsere Freude kann auch nicht durch den Sonnenbrand gemindert werden, den wir alle haben.

Morgen fahren die Franzi und ich nach Masasi, dann ist das Touristsein endgültig vorbei...

Sonntag, 25. August 2013

Uluguru Mountains

Das sind die Berge hier um Morogoro. Am Mittwoch waren wir in den Bergen und sind einen fast ausgetrockneten Wasserfall hochgeklettert. Es war (für mich) verdammt anstrengend, aber irgendwie schon auch cool...
Am Samstag sind wir dann auf den Gipfel gewandert, 2189 Höhenmeter bzw 3,5 km einfache Wanderstrecke. Aber da es hier keine richtigen Wanderwege gibt, würde ich es eher als "Trampelpfade entlangrutschen", kraxeln und klettern bezeichnen. Die Aussicht bei ca.2/3 der Strecke war allerdings gigantisch , auch wenn man direkt vom Gipfel aus nichts gesehen hat, weil wir in den Wolken waren.
Auch wenn es streckenweise verdammt angstrengend war und ein paar von uns (mich eingeschlossen) an ihre persönlichen Grenzen gestoßen sind, haben es alle auf den Gipfel und auch wieder heil runter geschafft, worauf wir alle mächtig stolz sind. Vielen Dank an dieser Stelle an die Sprachleherer, die mit uns auf den Berg gegangen sind, sie haben uns und besonders mir sehr geholfen. An einer ganz rutschigen Stelle wurde ich sogar von einem Masai huckepack getragen, wofür ich ihm sehr dankbar bin und was ein unvergessliches Erlebnis ist.
Am Mittwoch endet unser Sprachkurs, dann gehts für die Franzi und mich über Dar es Salaam nach Chiungutwa, unserer neuen Heimat...

Donnerstag, 22. August 2013

Geburtstag feiern mit Löwen, Giraffen, Elefanten und Co.

Ja, wir haben es geschafft, für den 17. August eine Safari im Mikumi Nationalpark zu organisieren. Nach sehr frühem Aufstehen und einem schnellen Frühstück gings dann hier um halb 7 los. Unsere Safari dauerte von ca. 9 Uhr bis 14 Uhr. Es war einfach überwältigend und es ist richtig schwer, die Eindrücke zu beschreiben. Zebras, die direkt vor dir über die Straße laufen, Affen, die im Baum neben einem sitzen, Elefantenherden, die durch die Gegend ziehen, sehr viele Antilopen und Giraffen, die in der Gegend rumstehen, ohne sich zu bewegen. Wir hatten sogar das Glück, 5 Löwinnen und einen Löwen aus ca. 10 Metern Entfernung zu sehen, was total selten ist. Und natürlich haben wir auch noch Nilpferde, Krokodile, einen Leguan, Büffel, Warzenschweine und viele weitere Tiere gesehen.
 Danach waren wir noch im Mikumi Snakepark, wo wir einheimische Schlangen, Krokodile und Schildkröten gesehen und auch angefasst haben. Es war insgesamt ein richtig genialer Tag mit vielen neuen und umwerfenden Eindrücken und Erfahrungen.
Aber wer denkt, eine Safari ist nicht anstrengend, der hat sich getäuscht: Es war kochend heiß in unserem Bus, durch die offenen Fenster weht regelmäßig Staub rein und die Straßen sind die reinste Katastrophe. Wir waren echt erstaunt, dass unser Bus durchgehalten hat und nicht steckengeblieben oder kaputtgegangen ist. Und Toiletten sind natürlich in der freien Wildnis Mangelware, wir haben im ganzen Park zwei gesehen, aber diese zu benutzen hat uns alle viel Überwindung gekostet....
Aber diese unangenehmen Nebensächlichkeiten sind nicht weiter schlimm, eine Safari zu machen und all die Tiere und die fantastische Landschaft hautnah zu erleben, ist einfach unvergesslich...
Ich hoffe, dass ich bald ein paar Bilder hochladen kann, denn diese sagen mehr als all die Worte...

Samstag, 17. August 2013

Alltag in der Sprachschule

Bisher habe ich immer nur von besonderen Erlebnissen erzählt, jetzt möchte ich mal auf Dinge eingehen, die für uns inzwischen alltäglich geworden sind

Unterricht
Morgens von 8 bis 10 Uhr und 10:30 bis 12 Uhr, nachmittags von 14:30 bis 16 Uhr... es ist nichts besonderes, in einer Unterrichtsstunde eine Seite neue Vokabeln, zwei Zeiten und neue Objektpronomen zu lernen... Fazit: 1.es ist sehr anstrengend und 2. es bleibt irgendwie keine Zeit, Vokabeln zu lernen
Es ist übrigens echt deprimierend, wenn sogar der Lehrer irgendwann an unseren Sprachversuchen verzweifelt.

Essen
Frühstück: Weißbrot mit Marmelade, Honig oder Butter; Uji, ein brauner Maisbrei (mit viel Zucker und Nüssen eigentlich relativ lecker); Orangen
ansonsten: Hier in der Sprachschule haben wir noch richtig viel Glück mit dem Essen, da sehr europäisch gekocht wird. Es gibt Reis, Ugali, Nudeln oder Kartoffeln und dazu immer eine Soße mit Gemüße und Fleisch oder so. Und es gibt viel Obst. Ab und zu sogar Highligts wie Pizza oder Pfannkuchen.
Ach, und zum Tee gibt es entweder Gebäck oder frittierte Bananen mit Ketchup, die schmecken richtig lecker.

Fortbewegung
Wer kein Fahrrad hat (also fast alle und wir) läuft grundsätzlich zu Fuß. Weitere Strecken werden mit dem Daladala zurückgelegt. Das sind die öffentlichen Busse. Beschreibung einer Daladalafahrt: Du stellst dich an die Straße und wartest darauf, dass ein Daladala vorbeikommt, anhält und noch einen Platz für dich freihat. Irgendwann bezahlst du dein Geld beim Conductor. Während der Fahrt wirst du meist zerquetscht, frieren muss man sicher auch nicht mehr. Ach, man muss nie Angst haben umzufallen, wenn man keinen Sitzplatz bekommen hat, da dies platztechnisch gar nicht möglich wäre. Daladalas sind kleiner als VW-Busse, die minimale Fahrgastzahl ist aber ca. 20. Und so was wie eine Dämpfung gibt es nicht, daher sind blaue Flecken ganz normal. Ach ja, alternativ zum Daladala gibt es noch das Pikipiki, das ist ein Motorradtaxi (Helme sind hier Mangelware).

Gerüche
Hier hat jeder Haushalt seine eigene Müllentsorgung, d.h. der Müll wird einfach verbrannt. Dementsprechend riecht auch die Luft, die manchmal sehr beißend ist. Abwechslung bieten die Gerüche, wenn Essen gekocht wird. Ob diese allerdings gut oder schlecht sind, ist umstritten.

Tiere
Neben den üblichen Krabbelviechern (die Ameisen sind rießig), Moskitos und anderen Insekten, trifft man auf viele Tiere (u.a. Tausendfüßler, Schmetterlinge, Chämeleon, Gottesanbeterinnen, ... ). Es kommt schon mal vor, dass eine Kuh vor unseren Zimmern vorbeiläuft, irgendwann geht sie schon wieder zurück auf die Weide. Geckos sind ja an sich ganz süß, aber nicht, sobald sie einmal in einem Zimmer sind, da sie total schnell sind und sich sofort verstecken.

Samstag, 10. August 2013

Nane nane  
     
Wir haben uns jetzt einen Surfstick gekauft, da die W-lan Verbindung katastrophal war. Jetzt könnnen wir regelmäßig zu wesentlich günstigeren Preisen das Internet nutzen, die Verbindung ist etwas besser. Aber das nur so nebenbei zur Information.

Nane nane war von Mittwoch bis Freitag. Es ist, soweit ich das verstanden habe, eine Art Feiertag, jedenfalls hatten wir nachmittags schulfrei. Ich würde es als eine Mischung aus Landwirtschaftsausstellung, Volksfest, Jahrmarkt und Markt bezeichnet. Das Festgelände war rießig, ohne unsere Lehrer, die uns geführt haben, hätten wir uns sicherlich verlaufen. So ein Fest ist übrigens eine gute Gelegenheit, Liebeserklärungen einzuholen. Ich wusste gar nicht, wie viele afrikanische Freunde ich schon habe...

Mittwoch, 7. August 2013

Der Sprachkurs   

Für alle, die sich näher für Kisuaheli interessieren:

Kisuaheli ist eine Bantu Sprache, die von der Bantu Family stammt. Wer das weis, kommt bei unserem Lehrer auf jeden Fall durch. Die Nomen werden in 15 verschiedene Klassen eingeteilt, an die die Adjektive entsprechend angepasst werden( es gibt zum Beispiel die 7. und 8. Klasse, die Ki-Vi-Klasse). Die Verben werden vorne konjugiert, wir haben bis jetzt zwei Zeiten gelernt: Die A-tense und die Me-Tense.

"Mimi nimetoka nchi ya Ujeruman"i heißt "ich komme aus Deutschland "
"Mimi ni Mjerumani" heißt" ich bin Deutscher"
"Mimi naomba ndizi na tikiti maji" - "ich möchte eine Banane und eine Wassermelone"
"Kuna matunda mazuri na chakula kingi" -" es gibt gute Früchte und viel Essen"

Das sind noch sinnvolle Sätze. Wir üben oft mit Sätzen wie"Was macht der Lehrer?" "Der Lehrer macht den Beruf eines Lehrers". Jedenfalls ist es immer sehr lustig, besonders in den Kleingruppen, wo intensiv geübt wird und auch viele Detailfragen geklärt werden können. Es  echt interessant und gleichzeitig faszinierend, auf Englisch eine neue Sprache unterrichtet zu bekommen, meine Notizen sind alle dreisprachig und man muss auch immer zuerst ins Englische übersetzen, leider fehlen uns dazu manchmal die nötigen Vokabeln.
Morgen schreiben wir unseren ersten Test, ich bin gespannt, wer am besten abschneidet...
Die ersten Tage in Morogoro

Da es mir immer noch nicht besser ging, habe ich am Donnerstag nochmal eine Krankenstation aufsuchen dürfen. Die Diagnose: Malaria(absolutes Anfangsstadium). Naja, was solls, jetzt hatte ich wenigstens die richtigen Medikamente und am Abend gings mir bereits wieder richtig gut, obwohl ich diese noch nicht genommen hatte. Was es jetzt auch immer war, mir geht es wieder gut :D

Leider habe ich so die erste Einheit Kisuaheli verpasst, aber ich bin am Nachlernen. Die Sprache ist an sich nicht schwer, die Grammatik is gut  verständlich, aber viele von uns haben Probleme mit den Vokabeln. Aber der Unterricht in der Gruppe ist sehr lustig und zusammen macht das Lernen auch wirklich Spaß. Wir haben einen Lehrer und 3 assistant teacher, mit denen wir in Kleingruppen das Gelernte üben und die auch besonders auf die Aussprache achten.

Heute haben wir einen Ausflug auf einen Masai-Markt gemacht. Neben Klamotten und Alltagsgegenständen wurden vor allem Rinder verkauft, da diese bei den Masai die beste Geldanlage und Sicherheit sind. Ich bin beispielsweise an die 15 bis 30 Kühe wert, je nach Größe. 

In unserer Freizeit spielen wir Fußball, schlafen, lernen Vokabeln und machen Hausaufgaben, also quasi die gleichen Sachen wie in Deutschland, nur mit weniger Strom bzw. Internet. Es funktioniert hier zwar alles, aber die Internetverbindung ist nicht besonders schnell und eine Stunde kostet 2000 Schilling, was ungefähr ein Euro ist.

Sonntag, 4. August 2013

Dar es Salaam
Fazit:

Betrunkene können auch hier ziemlich aufdringlich sein, besonders wenn sie obdachlos sind und sehen, dass du Geld hast

Warten auf Silvester: es ist ganz normal in Afrika, dass man auf die anderen (insbesondere Einheimische) warten muss. Wir haben sehr viel Zeit damit verbracht, auf Bruder Silvester zu warten, aber zum Gottesdienst sollte man unbedingt pünktlich sein...

5 Minuten bedeuten eineinhalb Stunden: Die anderen haben gestern ihr Einjahresvisum eintragen lassen. Nachdem sie bereits eine halbe Stunde gewartet hatten,haben sie nachgefragt, wann sie denn drankämen. Die Antwort: Ich habe doch gesagt, in 5 Minuten. Nach einer weiteren Stunde waren die 5 Minuten tatsächlich um.

Stromausfälle sind ganz normal. Blöd nur, dass sie oft erst nach der Dämmerung eintreten, und alle unsere Taschenlampen irgendwo ganz unten in den Koffern verstaut waren.

Nicht jeder Mückenstich bedeutet Malaria: Vom ersten Tag an haben wir (natürlich unfreiwillig) Mückenstiche gesammelt, aber gerade denen mit den meisten Stichen geht es am besten.

Jenny, Franzi (gesund, nur als Begleitung)  und ich haben Bekanntschaft mit einer Dispensory (Krankenstation) gemacht, um uns auf Malaria testen zu lassen. Gut, dass ein Schnelltest "nur" zwei Stunden zur Auswertung braucht. Aber die gute Nachricht, keiner von uns hat Malaria, es muss irgendein Virus oder so gewesen sein, da wir im selben  Zimmer geschlafen haben und beide die gleichen Symptome hatten.

Ich kann froh sein, wenn mein Jahresvisum bis Dezember fertig ist, wenn ich eh wieder in Dar es Salaam bin. Bruder Sylvester wird es für mich abholen und mir Bescheid geben.

Es ist möglich, 15 große Gepäckstücke auf dem Dach eines Jeeps zu befestigen, ohne dass etwas verloren geht. Und es passen auch neun Personen plus Handgepäck in diesen Jeep. Gut, dass die Fahrt nach Morogoro nur etwas länger als die angekündigten 3 bis 4 Stunden gedauert hat: Nach der Abfahrt gegen 11 Uhr sind wir bereits um kurz vor 5 angekommen. Danke Franzi für deine Tabletten gegen Reiseübelkeit. Aber ich darf mich eigentlich nicht beschweren: Da es mir ja schon den ganzen Vormittag richtig besch*** ging, habe ich den Beifahrersitz bekommen. Die anderen saßen seitlich, wo sie noch mehr durchgeschüttelt wurden als es bei diesen Straßen sowieso schon üblich ist.

Es tut nicht gut, den ganzen Tag nur ein Toastbrot und Abends ein paar Löffel Reis gegessen zu haben, aber solange der Magen leer ist, kann auch nichts rauskommen... Gut, dass es Cola gab, um wenigstens den größten Bedarf an Zucker zu decken...


Dienstag, 30. Juli 2013

Montag, 29.7.13
Eigentlich dachten wir, dass wir bereits an den ersten beiden Tagen schon sehr viel erlebt haben, aber dieses Erlebnis toppt alles andere. Der Montag Morgen war sehr entspannt, wir haben zum ersten Mal unsere Wäsche gewaschen (einige haben hiermit eine Berufung fürs Leben gefunden). Nach dem Mittagessen haben wir uns mit Miriam im Immigration Office getroffen, um endlich unsere Jahresvisa eintragen zu lassen. Da es eigentlich schon zu hatte, bekommen die anderen heute ihr Visum, ich bin leider ein Sonderfall: Zwar wurden alle Visa gleichzeitig beantragt, doch ist meins bis jetzt noch nicht fertig, es wird wohl noch einige Monate dauern...
Danach sind wir mit einem Dala-Dala (kleiner Bus) in das "Einkaufszentrum" gefahren, ein Stadtteil nur mit Händlern, sowohl Geschäfte als auch Straßenhändler, in etwa so groß wie Eching, aber alles total eng, mit viel Verkehr und Smog. Wir haben noch einige Sachen besorgt, wobei wir die ganze Zeit einerseits komisch angeschaut, andererseits aber auch voll freundlich begrüßt worden sind. Und wir Mädchen haben so manche Liebeserklärung bekommen...
Mit zwei Freundinnen von der Miriam sind wir dann in ein Restaurant gegangen, wo wir uns ein wenig entspannen konnten. Auch wenn es mir keiner glaubt, aber ich habe dort gefroren (es war auf einer Dachterasse, sehr windig und der Himmel war bewölkt). Aber das krasseste Erlebnis war unsere Heimfahrt...
Dazu nur so viel:
Liste mit Sachen, die ein Urlauber nicht in Tansania machen sollte:
-Obst bei einem Straßenhändler kaufen -> abgehakt 
-fast von einem Motorrad überfahren werden -> abgehakt
-Geldbeutel in der Hosentasche haben und ausgeraubt werden ->abgehakt
-in der Dämmerung noch unterwegs sein ->abgehakt
-auch nach der Dämmerung noch draußen sein ->abgehakt
-keine kurze Kleidung tragen, sobald die Dämmerung beginnt ->abgehakt
-keinen Mositoschutz in der Dämmerung draußen auftragen ->abgehakt
-kreuz und quer zwischen den Autos durch über die Straßen laufen ->abgehakt
-nicht mit fremden Afrikanern im Taxi fahren ->abgehakt
eigentlich dachten wir, sobald wir im Taxi saßen, dass das Schlimmste bereits vorbei wäre, aber es ging noch weiter:
-Ewigkeiten im Stau stehen
-hoffen, dass der Taxifahrer einen Frontalzusammenstoß mit einem großen Lkw doch noch verhindern kann
-mehrmals über Straßengräben (ziemlich breit) drüberfahren, auf denen nur kleine morsche Holzbretter liegen
-auf dem "Gehsteig" weiterfahren
-als Mädchen: nicht an Wasser denken, da man schon mehrere Stunden auf die Toilette müsste
-vor dem falschen Kloster abgesetzt werden

Aber letztendlich sind wir alle gesund und munter wieder angekommen, es gab sogar noch Abendessen :)

Montag, 29. Juli 2013

Hujambo?

Sijambo :)

Mir geht es gut.
 Zwar war der Abschied von den Liebsten in Deutschland nich einfach und ziemlich tränenreich und der Flug recht anstrengend, aber all das hat sich gelohnt. Nach einigen Schwierigkeiten am Flughafen in Tansania bezüglich Visum wurden wir sehr herzlich von Miriam, einer Freiwilligen, deren MaZ-Jahr fast vorbei ist, und zwei Brüdern empfangen.  Jetzt wohnen wir einige Tage bei diesen Brüdern (sehr nette, offene und lustige Menschen) in Dar es Salam, der größten Stadt Tansanias. Am Samstag sind wir dann nach einem kleinen Frühstück (Weisbrot, Marmelade oder so was ähnliches, Honig etc.) Geld wechseln gegangen, wir sind jetzt alle Millionäre (1€ sind umgerechnet ca. 2000 Tansanische Schilling). Das Mittagessen war ganz traditionell: Reis mit Soße und Ugali, ein für Ostafrika typischer Maisbrei, der an sich nach nichts schmeckt. Am Nachmittag haben wir, nachdem wir auf unserem Zimmer ein wenig Kisuaheli gelernt haben, das Notwendigste eingekauft, wie z.B. Wasserflaschen und Handykarten. Unser erster Tag in Afrika wurde mit einem traditionellen Abendessen abgerundet.

Am Sonntag hieß es dann erst mal sehr früh aufstehen, da um 8 Uhr Kirche war. Der Gottesdienst und vor allem der Chor (unterstützt durch Percussioninstrumente) waren sehr beeindruckend und können eigentlich gar nicht mit der Kirche in Deutschland verglichen werden.Und auch die Leute sind alle sehr nett. Obwohl wir zu dritt relativ früh rausgegangen sind, weil zweien von uns schlecht geworden ist, kamen beim Friedensgruß alle auf uns zu, um uns die Hand zu schütteln und den Frieden zu wünschen, worüber wir uns sehr gefreut haben, auch wenn man eigentlich kein Wort versteht. Nach dem Frühstück sind wir alle zusammen mit einem Bruder auf den Markt gefahren. Ein Erlebnis, das man kaum in Worte fassen kann... Ein rießiges Gelände, unendlich viele Menschen auf engstem Raum und überall liegen Lebensmittel rum, dazu ein "interessanter" Geruch und ein Höllenlärm. Auf der Rückfahrt haben wir einen Abstecher zur Stammkneipe von Bruder Dennis gemacht, wo wir alle tansanischen Biersorten duchrprobiert und ein Ranking aufgestellt haben. Unser Favorit: Castle (Lager oder Light, darüber lässt sich streiten) Danach haben wir, wieder ganz als Touristen, den Strand besucht- wunderschön. Das türkisblaue Meer und ein endloser weißer Sandstrand. Zum Essen gabs einen doppelten Cheeseburger, wir haben Volleyball gespielt, Sandburgen gebaut und versucht, Bruder Immanuel das Schwimmen beizubringen. Mein persönliches Highlight war ein Treffen am Strand mit einer Gruppe Masai, die zuerst ganz traditionell getanzt haben, nach kurzer Zeit aber nur noch mit uns fotografiert werden wollten. Zuhause haben wir nach dem Abendessen mit den Brüdern deutsche Volks-und Weihnachtslieder gesungen und ihnen auch Fotos aus der Heimat gezeigt.