Samstag, 28. September 2013

Chiungutwa Secondary School

Chiungutwa Seondary School

Am Dienstag haben wir die Nachricht erhalten, dass nun endlich der zweite Direktor der Secondary School zurück ist. Gemeinsam mit Pater Felix haben wir uns dann mit ihm unterhalten und bereits am Abend hatten wir unsere Stundenpläne: Ich unterrichte 10 Stunden Englisch die Woche, die Franzi 4 Stunden Physik und 6 Stunden Mathe. Die genauen Arbeitszeiten haben wir dann am Mittwoch erfahren. Ich habe Glück und kann bis auf Freitag jeden Tag vollständig im Kindergarten arbeiten, da Englisch davor bzw. danach ist. Ab Donnerstag ging dann der Arbeitsalltag für uns so richtig los. Am Freitag hatte ich meine erste eigene Englischstunde. Es ist zwar nicht einfach, aber es macht mir sehr viel Spaß. Und die Franzi ist mit ihrer Arbeit auch sehr zufrieden. Die Lehrer der Schule sind alle supernett und richtig cool drauf. Sie helfen uns auch sehr mit der Sprache und bringen uns viele neue Vokabeln bei. Es gibt zwar ein offizielles Lehrerzimmer, aber alle treffen sich immer unter einem großen Mangobaum, wo geredet, Tee getrunken, gechillt und gelacht wird. Dort kommen auch immer wieder Händler vorbei, die Gebäck oder andere Snacks verkaufen. Und ab und zu bereitet sogar ein Lehrer seinen Unterricht vor. Am Freitag kamen Schüler aus der Nachbarschule zu Besuch, es wurden ein Debattierwettbewerb und Wettkämpfe in Fußball, Volleyball und Netball abgehalten. Wir haben zwar nur zugeschaut, aber die Stimmung war gigantisch. Besonders, da die Chiungutwa Secondary School alle Sportwettkämpfe gewonnen hat.

Noch ein paar Anmerkungen zum tansanischen Schulsystem:
Es gibt in Tansania über 125 verschiedene Sprachen. Die Kinder sprechen Zuhause eine davon. Sobbald sie in den Kindergarten kommen, lernen sie Kisuaheli. Der Unterricht ist dann auch auf der Primary School, die auf den Kindergarten folgt, in Kisuaheli. Wer gut ist, schafft es dann auf die Secondary School. Das Problem: Der gesamte Unterricht in jedem Fach!!!! ist auf Englisch, obwohl die Kinder überhaupt kein Englisch können. Es gibt zwar einen speziellen Vorbereitungskurs, der vermittelt aber nur die Basics. Daher ist das Unterrichten für uns auf der Secondary School nicht besonders einfach, aber wir freuen uns über diese neue Herausforderung und bisher hat auch alles ganz gut funktioniert.

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