Heute Nachmittag habe ich Erick, einem Arbeiter, geholfen, die Cashewnüsse nach deren Größe zu sortieren. Acht 50-Liter Säcke voll Nüsse. Während der ziemlich monotonen Arbeit habe ich mich sehr gut mit Erick unterhalten, er spricht nur Kisuaheli. Als ihm die Unterhaltung allerdings irgendwann zu langweilig wurde, hat er angefangen, mir Kimau, eine Stammessprache der Bewohner von Masasi, beizubringen. Als ob eine neue Sprache nich schon genug wäre... Immerhin war es ziemlich lustig.
Was nicht ganz so lustig war, war der kurze Besuch seines Freundes. Dieser hat, anstatt mich zu begrüßen, als erstes wissen wollen, wo mein Ehemann ist. Gleich darauf folgte ein Heiratsantrag und darauf eine Liebeserklärung. Schon komisch, er scheint es wirklich ernst gemeint zu haben, er wollte nämlich gleich zum Pfarrer gehen und ihn nach einem Termin fragen. Dabei wusste er noch nicht einmal meinen Namen. Naja, ich hab ihn dann schon abwimmeln können. So im Nachhinein eigentlich eine ziemlich lustige Sache.
Wir bleiben übrigens noch bis Sonntag oder Montag in Masasi, da in Chiungutwa momentan kein Wasser vorhanden ist, sodass wir hier besser aufgehoben sind. Wenn wir dann zurückkommen, wir am Montag erst einmal wieder Wasser geholt, bis der Polytank mit 3000 Litern wieder voll ist...
Freitag, 25. Oktober 2013
Cashew-Farming
Am Dienstag wurden wir ganz planmäßig aus dem Krankenhaus entlassen. Da die Franzi aber weiterhin Tabletten nehmen muss und sie immer noch nicht richtig fit ist, haben wir die Erlaubnis bekommen, den Rest der Woche in Masasi bei den Brüdern zu verbringen. Hier kann sich die Franzi in aller Ruhe erholen und ich habe dem Father James meine Hilfe angeboten, damit mir nicht langweilig wird. Jetzt weis ich sehr viel über die Arbeit eines Bauern, der Cashew-Bäume hat.
Mittwoch Vormittag sind wir auf das Feld gefahren, um die Früchte des Cashewbaumes, die Mabibo (oder auf Englisch: Cashew-apple) einzusammeln. Sie wurden zum Trocknen ausgelegt, sodass sie jetzt als Dörrobst weiterverwendet werden können. Man kann sie essen (schmeckt absolut widerlich), aber in der Regel werden sie zur Herstellung von Gin benutzt (es gibt auch Wein, der schmeckt sehr gut). Die Arbeit auf dem Feld war zwar an sich nicht schwer, aber da es in der prallen Sonne war, kamen alle Helfer ziemlich schnell ins Schwitzen.
Danach, damit mir ja die Arbeit nicht ausgeht, habe ich gelernt, wie man neue Cashew-Pflanzen sät. Sie werden zuerst in einem kleinen "Topf" angesetzt, bis die Pflanzen groß genug sind, sodass sie in die Erde eingepflanzt werden können. Da es hier aber keine Blumentöpfe oder so etwas in der Art gibt, muss man sich zu helfen wissen. Eine Konstruktion aus Plastikschläuchen, Bierflaschen, Bierkästen und Matsch ist ideal geeignet. Das Plastik wird auf die gewünschte Höhe zugeschnitten, dann wir es über eine leere Bierflasche gestülpt. Unterhalb des Flaschenbodens wird ganz viel Matsch reingemantscht, sodass eine Art Pfropfen für die Plastikröhre entsteht. Nach einer Nacht Trockenzeit kann die Flasche entfernt und die Plastikhalterung mit Erde aufgefüllt werden. Dann wird der Samen gesät und anschließend mit Erde bedeckt. Außreichendes Bewässern nicht vergessen.
So eine Bierflaschenplantage schaut schon ziemlich lustig aus. Insgesamt habe ich 110 Cashewsamen gesät. Ich bin sehr gespannt, wie viele davon sprießen werden...
Mittwoch Vormittag sind wir auf das Feld gefahren, um die Früchte des Cashewbaumes, die Mabibo (oder auf Englisch: Cashew-apple) einzusammeln. Sie wurden zum Trocknen ausgelegt, sodass sie jetzt als Dörrobst weiterverwendet werden können. Man kann sie essen (schmeckt absolut widerlich), aber in der Regel werden sie zur Herstellung von Gin benutzt (es gibt auch Wein, der schmeckt sehr gut). Die Arbeit auf dem Feld war zwar an sich nicht schwer, aber da es in der prallen Sonne war, kamen alle Helfer ziemlich schnell ins Schwitzen.
Danach, damit mir ja die Arbeit nicht ausgeht, habe ich gelernt, wie man neue Cashew-Pflanzen sät. Sie werden zuerst in einem kleinen "Topf" angesetzt, bis die Pflanzen groß genug sind, sodass sie in die Erde eingepflanzt werden können. Da es hier aber keine Blumentöpfe oder so etwas in der Art gibt, muss man sich zu helfen wissen. Eine Konstruktion aus Plastikschläuchen, Bierflaschen, Bierkästen und Matsch ist ideal geeignet. Das Plastik wird auf die gewünschte Höhe zugeschnitten, dann wir es über eine leere Bierflasche gestülpt. Unterhalb des Flaschenbodens wird ganz viel Matsch reingemantscht, sodass eine Art Pfropfen für die Plastikröhre entsteht. Nach einer Nacht Trockenzeit kann die Flasche entfernt und die Plastikhalterung mit Erde aufgefüllt werden. Dann wird der Samen gesät und anschließend mit Erde bedeckt. Außreichendes Bewässern nicht vergessen.
So eine Bierflaschenplantage schaut schon ziemlich lustig aus. Insgesamt habe ich 110 Cashewsamen gesät. Ich bin sehr gespannt, wie viele davon sprießen werden...
Donnerstag, 24. Oktober 2013
Montag, 21. Oktober 2013
Krank sein
Krank sein
Ein Tipp für alle, die selbst einmal nach Afrika reisen wollen: Die beste Lösung: Werdet nicht krank!!!
Wie ich ja schon berichtet habe, hatte ich bereits zweimal Malaria. Das ist nicht besonders schön, aber ich habe es immer rechtzeitig bemerkt, sodass ich durch die Einnahme von Medikamenten immer schnell wieder gesund geworden bin. Die Franzi hatte nicht so viel Glück. Sie hat zwar ebenfalls immer bemerkt, wenn sie Malaria hatte, allerdings hatte sie es schon 5 Mal. Eindeutig zu oft. Deshalb sind wir momentan hier: Ndanda, Krankenhaus der Benediktiner. Wir haben sehr viel Glück gehabt, denn momentan ist hier ein deutscher Arzt, der sich sehr gut um uns kümmert. Und auch die gesamte Versorgung im Krankenhaus ist nicht schlecht. Ich muss zugeben, da ich selbst ja nicht krank bin, ist es hier für mich fast wie Urlaub. Es gibt eine warme Dusche und Strom auf dem Zimmer, das Essen wird aufs Zimmer geliefert und die Sonne scheint. Mein einziges Problem: Ich habe kein Bett, schlafe jetzt auf einer Pritsche, die mit Kissen und Decken ausgepolstert wurde. Aber es gibt Schlimmeres. Die Franzi hat anfangs Infusionen bekommen, inzwischen wurde die Medikation auf Tabletten umgestellt und bis auf deren Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwerhörigkeit geht es ihr schon wieder sehr viel besser. Am Dienstag können wir wieder heim, nach 5 Tagen Aufenthalt in der ersten Klasse eines afrikanischen Krankenhauses.
Aber in Afrika gibt es leider noch andere Krankheiten, mit denen man oft nicht rechnet. So erging es mir letzte Woche. Ich hatte nämlich einen Parasiten im Genitalbereich. Zuerst habe ich gedacht, es wäre ein Mückenstich oder ein Pickel, aber dieses Dings ist immer größer geworden, hat eine unschöne grüne Farbe angenommen und hat höllisch weh getan. Ich wurde zweimal in einer Dispensory behandelt. Anfangs habe ich nur Schmerzmittel und Salben bekommen. Ach ja, und ein Spongebob Schwammkopf- Pflaster. Als das Tier dann groß genug war, wurde es geöffnet und entfernt und ich habe Antibiotikum bekommen. Aber mir geht es inzwischen schon wieder richtig gut.
Was wir auf jeden Fall gelernt haben: Lieber geht man hier zu oft zum Arzt als zu wenig. Denn hier gibt es ja schließlich Krankheiten, mit denen man niemals in Deutschland rechnen würde...
Ein Tipp für alle, die selbst einmal nach Afrika reisen wollen: Die beste Lösung: Werdet nicht krank!!!
Wie ich ja schon berichtet habe, hatte ich bereits zweimal Malaria. Das ist nicht besonders schön, aber ich habe es immer rechtzeitig bemerkt, sodass ich durch die Einnahme von Medikamenten immer schnell wieder gesund geworden bin. Die Franzi hatte nicht so viel Glück. Sie hat zwar ebenfalls immer bemerkt, wenn sie Malaria hatte, allerdings hatte sie es schon 5 Mal. Eindeutig zu oft. Deshalb sind wir momentan hier: Ndanda, Krankenhaus der Benediktiner. Wir haben sehr viel Glück gehabt, denn momentan ist hier ein deutscher Arzt, der sich sehr gut um uns kümmert. Und auch die gesamte Versorgung im Krankenhaus ist nicht schlecht. Ich muss zugeben, da ich selbst ja nicht krank bin, ist es hier für mich fast wie Urlaub. Es gibt eine warme Dusche und Strom auf dem Zimmer, das Essen wird aufs Zimmer geliefert und die Sonne scheint. Mein einziges Problem: Ich habe kein Bett, schlafe jetzt auf einer Pritsche, die mit Kissen und Decken ausgepolstert wurde. Aber es gibt Schlimmeres. Die Franzi hat anfangs Infusionen bekommen, inzwischen wurde die Medikation auf Tabletten umgestellt und bis auf deren Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwerhörigkeit geht es ihr schon wieder sehr viel besser. Am Dienstag können wir wieder heim, nach 5 Tagen Aufenthalt in der ersten Klasse eines afrikanischen Krankenhauses.
Aber in Afrika gibt es leider noch andere Krankheiten, mit denen man oft nicht rechnet. So erging es mir letzte Woche. Ich hatte nämlich einen Parasiten im Genitalbereich. Zuerst habe ich gedacht, es wäre ein Mückenstich oder ein Pickel, aber dieses Dings ist immer größer geworden, hat eine unschöne grüne Farbe angenommen und hat höllisch weh getan. Ich wurde zweimal in einer Dispensory behandelt. Anfangs habe ich nur Schmerzmittel und Salben bekommen. Ach ja, und ein Spongebob Schwammkopf- Pflaster. Als das Tier dann groß genug war, wurde es geöffnet und entfernt und ich habe Antibiotikum bekommen. Aber mir geht es inzwischen schon wieder richtig gut.
Was wir auf jeden Fall gelernt haben: Lieber geht man hier zu oft zum Arzt als zu wenig. Denn hier gibt es ja schließlich Krankheiten, mit denen man niemals in Deutschland rechnen würde...
Sikukuu in einer Outer Station
Sikukuu in einer Outer Station
Da wir heute (Mittwoch) aufgrund eines muslimischen Feiertags frei hatten, haben wir Pater Felix in eine Outer Station begleitet. Diese liegt ca. eine halbe Stunde mit dem Auto von Chiungutwa entfernt, sehr nahe an der Grenze zu Mosambik. Dort war ein Sikukuu, ein großer Feiertag. Es wurde der Namenspatron der Kirche gefeiert, zwei Kinder wurden getauft und fünf Kinder haben ihre Erste Kommunion erhalten. Alles in einem rießigen Festgottesdienst, der weit über zwei Stunden dauerte. Es wurde regelrecht in der Kirche gefeiert. Anschließend waren alle noch zum Essen eingeladen. Während wir auf das Essen warteten, sind wir mit den Menschen in Kontakt gekommen. Sie wollten vor allem, dass wir Fotos von und mit ihnen machen, da die meisten von ihnen noch nie ein Foto von sich selbst gesehen hatten. Das Essen war sehr gut und sehr traditonell. Wir haben zu dritt (mit unserem Nachbarsjungen) aus einem großen Teller gegessen.
Der Besuch in der Outer Station war für uns nochmals eine ganz neue Erfahrung. Wir haben gesehen, wie erschreckend manche Lebensbedingungen sein können. Der nächste Brunnen liegt mit dem Auto 15 Minuten von diesem kleinen Dorf entfernt, um Wasser zu bekommen, müssen die Menschen täglich sehr große Lasten auf sich nehmen. Es gab auch kein einziges Geschäft, um sich mit Lebensmitteln oder Kleidung zu versorgen. Aber: Trotzdem wurden wir sehr herzlich empfangen undd die Dorfbewohner haben das Wenige, das sie besitzen, gerne mit uns geteilt. Ein sehr prägendes Erlebnis...
Da wir heute (Mittwoch) aufgrund eines muslimischen Feiertags frei hatten, haben wir Pater Felix in eine Outer Station begleitet. Diese liegt ca. eine halbe Stunde mit dem Auto von Chiungutwa entfernt, sehr nahe an der Grenze zu Mosambik. Dort war ein Sikukuu, ein großer Feiertag. Es wurde der Namenspatron der Kirche gefeiert, zwei Kinder wurden getauft und fünf Kinder haben ihre Erste Kommunion erhalten. Alles in einem rießigen Festgottesdienst, der weit über zwei Stunden dauerte. Es wurde regelrecht in der Kirche gefeiert. Anschließend waren alle noch zum Essen eingeladen. Während wir auf das Essen warteten, sind wir mit den Menschen in Kontakt gekommen. Sie wollten vor allem, dass wir Fotos von und mit ihnen machen, da die meisten von ihnen noch nie ein Foto von sich selbst gesehen hatten. Das Essen war sehr gut und sehr traditonell. Wir haben zu dritt (mit unserem Nachbarsjungen) aus einem großen Teller gegessen.
Der Besuch in der Outer Station war für uns nochmals eine ganz neue Erfahrung. Wir haben gesehen, wie erschreckend manche Lebensbedingungen sein können. Der nächste Brunnen liegt mit dem Auto 15 Minuten von diesem kleinen Dorf entfernt, um Wasser zu bekommen, müssen die Menschen täglich sehr große Lasten auf sich nehmen. Es gab auch kein einziges Geschäft, um sich mit Lebensmitteln oder Kleidung zu versorgen. Aber: Trotzdem wurden wir sehr herzlich empfangen undd die Dorfbewohner haben das Wenige, das sie besitzen, gerne mit uns geteilt. Ein sehr prägendes Erlebnis...
Dienstag, 15. Oktober 2013
Mal wieder ein Wochenende in Masasi
Mal wieder ein Wochenende in Masasi
Was man so alles macht, wenn man aus einem kleinen Kaff mal wieder in die Stadt fährt:
- Man geht in die Dispensory um einen Malariatest zu machen, einfach deshalb, weil eine Dispensory vorhanden ist. Fazit: Sowohl Franzi als auch ich haben Malaria, obwohl wir uns eigentlich ganz gut gefühlt haben. Also wieder Tabletten schlucken..
- Ausflug ins Office, um sich als wohnhaft zu registrieren. Wir haben es eher noch nicht geschafft beziehungsweise wussten davor gar nicht, dass es so ein Office in Masasi gibt.
- In eine Bar gehen und mal eine Cola oder Fanta trinken. Ein bisschen Abwechslung zum über dem offenen Feuer abgekochten Wasser, das wirklich schrecklich nach Rauch schmeckt, tut schließlich auch mal ganz gut.
- Shoppen gehen. Auf dem Markt gibt es wunderschöne Stoffe. Und auf dem Altkleidermarkt bekommt man wunderschöne, richtig gut erhaltene europäische Kleidung. Franzi hat für 25 Cent ein fantastisches T-Shirt von einer Designerin aus Mailand bekommen.
- Aber das Allerwichtigste: warm Duschen :)
Was man so alles macht, wenn man aus einem kleinen Kaff mal wieder in die Stadt fährt:
- Man geht in die Dispensory um einen Malariatest zu machen, einfach deshalb, weil eine Dispensory vorhanden ist. Fazit: Sowohl Franzi als auch ich haben Malaria, obwohl wir uns eigentlich ganz gut gefühlt haben. Also wieder Tabletten schlucken..
- Ausflug ins Office, um sich als wohnhaft zu registrieren. Wir haben es eher noch nicht geschafft beziehungsweise wussten davor gar nicht, dass es so ein Office in Masasi gibt.
- In eine Bar gehen und mal eine Cola oder Fanta trinken. Ein bisschen Abwechslung zum über dem offenen Feuer abgekochten Wasser, das wirklich schrecklich nach Rauch schmeckt, tut schließlich auch mal ganz gut.
- Shoppen gehen. Auf dem Markt gibt es wunderschöne Stoffe. Und auf dem Altkleidermarkt bekommt man wunderschöne, richtig gut erhaltene europäische Kleidung. Franzi hat für 25 Cent ein fantastisches T-Shirt von einer Designerin aus Mailand bekommen.
- Aber das Allerwichtigste: warm Duschen :)
Ergänzung: Rattenalarm
Ergänzung: Rattenalarm
Donnerstag, 6:50 Uhr: Melanie ist noch voll verschlafen, muss aber aufstehen. Möchte sich anziehen, öffnet ihren Koffer. Dann ein Schrei... Jetzt weis sie endlich, wo die Ratte ist.
Der Schrei war wohl ziemlich laut, denn unsere Nachbarin wusste bereits, worum es sich handelt, als die Franzi sie um Hilfe gebeten hat. Sie hat dann mit einem Knüppel auf meinen Koffer, respektive auf die Ratte eingeschlagen. Jetzt ist sie tot. Hoffentlich hat sie nicht noch mehr Schaden in meinem Koffer angerichtet... ... ... Eine kaputte Unterhose reicht vollkommen.
Donnerstag, 6:50 Uhr: Melanie ist noch voll verschlafen, muss aber aufstehen. Möchte sich anziehen, öffnet ihren Koffer. Dann ein Schrei... Jetzt weis sie endlich, wo die Ratte ist.
Der Schrei war wohl ziemlich laut, denn unsere Nachbarin wusste bereits, worum es sich handelt, als die Franzi sie um Hilfe gebeten hat. Sie hat dann mit einem Knüppel auf meinen Koffer, respektive auf die Ratte eingeschlagen. Jetzt ist sie tot. Hoffentlich hat sie nicht noch mehr Schaden in meinem Koffer angerichtet... ... ... Eine kaputte Unterhose reicht vollkommen.
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Juchuu, endlich ein eigenes Haustier
Juchuu, endlich ein eigenes Haustier
Hab Hugo zwar bloß zwei Minuten lang gesehen, aber er hat uns den ganzen Abend, die ganze Nacht und heute Nachmittag auf Trab gehalten. Hugo ist eine fette braune Ratte. Ich hätte ihn ja gerne eingefangen und als Haustier gehalten, aber das war aus mehreren Gründen nicht möglich. Und ich muss schon zugeben, es ist nicht besonders schön, eine Nacht lang kaum zu schlafen, weil man die ganze Zeit eine Ratte rumlaufen hört, direkt an seinem Bett entlang... Gut, dass ein Moskionetz auch vor anderen Tieren schützt. Immerhin weis ich jetzt, wie die Löcher in eine meiner Unterhosen gekommen sind, die ich zum Trocknen übers Bett gehängt hatte. Nach dieser sehr kurzen Nacht haben wir heute unser komplettes Zimmer ausgeräumt, inklusive Matratzen. Leider oder glücklicherweise konnten wir Hugo niergends finden. Also haben wir die Gelegenheit gleich noch zum Putzen genutzt. Es ist nicht schön, Kadaver von riesigen Spinnen und Kakerlaken unter seinem Bett zu finden. Aber immerhin waren wir so den ganzen Tag beschäftigt. Und da sich hier ja alles rumspricht, ist sogar unsere Nachbarin vorbeigekommen, um uns beim Putzen zu helfen. So gesehen hatten wir durch Hugo zwar eine Menge Arbeit, aber diese hat sich auch gelohnt.
Hab Hugo zwar bloß zwei Minuten lang gesehen, aber er hat uns den ganzen Abend, die ganze Nacht und heute Nachmittag auf Trab gehalten. Hugo ist eine fette braune Ratte. Ich hätte ihn ja gerne eingefangen und als Haustier gehalten, aber das war aus mehreren Gründen nicht möglich. Und ich muss schon zugeben, es ist nicht besonders schön, eine Nacht lang kaum zu schlafen, weil man die ganze Zeit eine Ratte rumlaufen hört, direkt an seinem Bett entlang... Gut, dass ein Moskionetz auch vor anderen Tieren schützt. Immerhin weis ich jetzt, wie die Löcher in eine meiner Unterhosen gekommen sind, die ich zum Trocknen übers Bett gehängt hatte. Nach dieser sehr kurzen Nacht haben wir heute unser komplettes Zimmer ausgeräumt, inklusive Matratzen. Leider oder glücklicherweise konnten wir Hugo niergends finden. Also haben wir die Gelegenheit gleich noch zum Putzen genutzt. Es ist nicht schön, Kadaver von riesigen Spinnen und Kakerlaken unter seinem Bett zu finden. Aber immerhin waren wir so den ganzen Tag beschäftigt. Und da sich hier ja alles rumspricht, ist sogar unsere Nachbarin vorbeigekommen, um uns beim Putzen zu helfen. So gesehen hatten wir durch Hugo zwar eine Menge Arbeit, aber diese hat sich auch gelohnt.
Samstag, 5. Oktober 2013
Öffentliche Transportmittel mal anders
Öffentliche Transportmittel mal anders
Heute sind wir nach Masasi gefahren. Uns wurde gesagt, dass ungefähr jede Stunde ein Daladala in Chiungutwa fährt. Also sind wir sehr motiviert zur Bushaltestation aufgebrochen. Nach einer halben Stunde wurde es langweilig, nach einer Stunde haben wir nochmal Pater Felix angerufen, aber er hat gemeint, dass noch Dalas unterwegs sind. Also wieder warten.
Es waren Bauarbeiter mit einem LKW mit offener Ladefläche an der Bushaltestelle und nach weiteren 15 Minuten haben sie uns mitgeteilt, dass sie jetzt nach Masasi fahren und ob wir nicht mitkommen möchten. Perfekt. Diese Fahrt war ein wunderbares Erlebnis. 50 bis 80 km/h, löchrige Lehmstraße, sehr warmer Fahrtwind, trockene Luft mit sehr hohem Staubanteil. Sehr schöne Aussicht und ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit. ... Eine Achterbahnfahrt ist nichts dagegen, allein schon wegen der schönen Aussicht.
Fazit: Neben Daladala, Pikipiki und Bajaji gibt es noch viele andere Möglichkeiten, an sein Ziel zu kommen, man braucht nur viel Geduld und ein bisschen Glück.
P.S.: Die Heimfahrt hat 3 Stunden gedauert, von denen wir 2 einhalb Stunden im Bus gewartet haben, bevor er überhaupt losgefahren ist...
Heute sind wir nach Masasi gefahren. Uns wurde gesagt, dass ungefähr jede Stunde ein Daladala in Chiungutwa fährt. Also sind wir sehr motiviert zur Bushaltestation aufgebrochen. Nach einer halben Stunde wurde es langweilig, nach einer Stunde haben wir nochmal Pater Felix angerufen, aber er hat gemeint, dass noch Dalas unterwegs sind. Also wieder warten.
Es waren Bauarbeiter mit einem LKW mit offener Ladefläche an der Bushaltestelle und nach weiteren 15 Minuten haben sie uns mitgeteilt, dass sie jetzt nach Masasi fahren und ob wir nicht mitkommen möchten. Perfekt. Diese Fahrt war ein wunderbares Erlebnis. 50 bis 80 km/h, löchrige Lehmstraße, sehr warmer Fahrtwind, trockene Luft mit sehr hohem Staubanteil. Sehr schöne Aussicht und ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit. ... Eine Achterbahnfahrt ist nichts dagegen, allein schon wegen der schönen Aussicht.
Fazit: Neben Daladala, Pikipiki und Bajaji gibt es noch viele andere Möglichkeiten, an sein Ziel zu kommen, man braucht nur viel Geduld und ein bisschen Glück.
P.S.: Die Heimfahrt hat 3 Stunden gedauert, von denen wir 2 einhalb Stunden im Bus gewartet haben, bevor er überhaupt losgefahren ist...
Mal ein paar Worte zu unserer Sicherheit
Mal ein paar Worte zu unserer Sicherheit
Ich persönlich denke, dass wir in Chiungutwa sehr sicher sind und keine Angst vor Überfällen oder Einbrechern haben. Die SDS-Missionsstation ist eingezäunt und das Tor wird in der Nacht mit einem großen Vorhängeschloss geschlossen. Naja, ein kleiner Haken: Das Haus, in dem wir wohnen, liegt außerhalb dieses geschlossenen Geländes. Aber inzwischen haben wir eine Türklinke und ein Schloss für unsere Zimmertür bekommen und die Haustür können wir auch noch abschließen. Die Haushälterin (oder Köchin oder was genau sie macht, wissen wir eigentlich nicht) wohnt auch in unserem Haus, was noch ein positiver Nebeneffekt für unsere Sicherheit ist. Außerdem glaube ich nicht, dass uns jemand aus dem Ort bestehlen würde, da uns inzwischen jeder kennt und alle alles über uns wissen. Und falls uns doch einmal ein Einbrecher besuchen möchte, haben wir immer noch unseren Nachbarn.
Hierzu eine kurze Anekdote: Am Sonntag haben wir unseren Nachbar, der auch der Bajaja-Fahrer ist, besucht. Nach einem sehr guten Essen haben wir uns richtig gut unterhalten, wir haben Fotos gemacht und uns die unterschiedlichen Kulturen näher gebracht. Als ich alleine war, weil die Franzi gerade Fotos in unserem Haus geholt hat, hat er plötzlich eine riesige Machete gezückt. Ich war total schockiert. Aber seine Frau war ganz gelassen. Er hat sehr anschaulich demonstriert, wie gut er mit dieser Waffe umgehen kann. Zuerst hab ich mich richtig unwohl gefühlt, aber dann hab ich alles verstanden: Er wird uns damit beschützen, denn er ist ein starker Mann und wir sind zwei junge Frauen. Wenn also irgendwann ein Einbrecher kommen sollte, sollen wir einfach ganz laut schreien oder ihn anrufen, dann wird er uns sofort retten. Da kam die Franzi wieder zurück und war anfangs ebenfalls etwas irritiert. Jedenfalls sind wir froh, einen sooo coolen, lieben und hilfsbereiten Nachbarn zu haben.
Fazit: Es ist überflüssig, sich Sorgen zu machen, wir sind in Chiungutwa sehr gut aufgehoben.
Ich persönlich denke, dass wir in Chiungutwa sehr sicher sind und keine Angst vor Überfällen oder Einbrechern haben. Die SDS-Missionsstation ist eingezäunt und das Tor wird in der Nacht mit einem großen Vorhängeschloss geschlossen. Naja, ein kleiner Haken: Das Haus, in dem wir wohnen, liegt außerhalb dieses geschlossenen Geländes. Aber inzwischen haben wir eine Türklinke und ein Schloss für unsere Zimmertür bekommen und die Haustür können wir auch noch abschließen. Die Haushälterin (oder Köchin oder was genau sie macht, wissen wir eigentlich nicht) wohnt auch in unserem Haus, was noch ein positiver Nebeneffekt für unsere Sicherheit ist. Außerdem glaube ich nicht, dass uns jemand aus dem Ort bestehlen würde, da uns inzwischen jeder kennt und alle alles über uns wissen. Und falls uns doch einmal ein Einbrecher besuchen möchte, haben wir immer noch unseren Nachbarn.
Hierzu eine kurze Anekdote: Am Sonntag haben wir unseren Nachbar, der auch der Bajaja-Fahrer ist, besucht. Nach einem sehr guten Essen haben wir uns richtig gut unterhalten, wir haben Fotos gemacht und uns die unterschiedlichen Kulturen näher gebracht. Als ich alleine war, weil die Franzi gerade Fotos in unserem Haus geholt hat, hat er plötzlich eine riesige Machete gezückt. Ich war total schockiert. Aber seine Frau war ganz gelassen. Er hat sehr anschaulich demonstriert, wie gut er mit dieser Waffe umgehen kann. Zuerst hab ich mich richtig unwohl gefühlt, aber dann hab ich alles verstanden: Er wird uns damit beschützen, denn er ist ein starker Mann und wir sind zwei junge Frauen. Wenn also irgendwann ein Einbrecher kommen sollte, sollen wir einfach ganz laut schreien oder ihn anrufen, dann wird er uns sofort retten. Da kam die Franzi wieder zurück und war anfangs ebenfalls etwas irritiert. Jedenfalls sind wir froh, einen sooo coolen, lieben und hilfsbereiten Nachbarn zu haben.
Fazit: Es ist überflüssig, sich Sorgen zu machen, wir sind in Chiungutwa sehr gut aufgehoben.
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