Endlich ist es so weit: Der lang ersehnte Urlaub ist gekommen. Daher kann es vorkommen, dass ich in der nächsten Zeit nicht mehr ganz so regelmäßig schreiben werde, sorry. Für uns gings bereits am Donnerstag los,wir sind mit dem Bus von Masasi nach Mkuranga gefahren (über 7 Stunden Fahrt), eine Stadt ganz in der Nähe von Dar es Salaam, wo wir Andreas, einen anderen Freiwilligen, besucht haben. Wir haben dort auch seinen Arbeitsalltag miterlebt, er hilft in einer Krankenstation mit, sitzt am Empfang und kümmert sich um das Finanzielle. Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die, wenn mal richtig viel los ist, sehr anstrengend sein kann. Am Samstag sind wir dann gemeinsam nach Dar es Salaam gefahren, wo wir alle anderen Freiwilligen von unserer Organisation (auch die Kongolesen) getroffen haben. Die Wiedersehensfreude war sehr groß, es gab sooo viel zu erzählen...
Am Montag beginnt für uns alle das langersehnte Zwischenseminar in Bagamoyo. Eine unserer Betreuerinnen aus Deutschland wird ebenfalls an diesem Seminar teilnehmen, wir werden uns über unsere bisherigen Erfahrungen, Erlebnisse, Probleme etc. unterhalten und vor allem noch weiter Freiwillige kennenlernen. Was für uns noch besonders wichtig ist: Während des Seminars soll über unsere neue Einsatzstelle entschieden werden. Zwar haben wir schon eine in Aussicht, aber bis jetzt wurde noch immer keine endgültige Entscheidung getroffen.
Nach dieser Woche machen wir (also die MaZ der Salvatorianer) gemeinsam Urlaub. Über Weihnachten werden wir in Pangani, einem der schönsten Strände Tansanias, sein. Danach geht es über Sylvester weiter nach Sansibar, erst zwei Tage Stonetown (die Hauptstadt) und danach noch einmal Strand.
Ich denke, diese Zeit der Erholung haben wir uns regelrecht verdient und hoffe, dass ich nicht zu oft einen Sonnenbrand bekommen werde.
Sonntag, 15. Dezember 2013
Montag, 9. Dezember 2013
Garten-, Haus- und Feldarbeit in Masasi
Inzwischen ist es ungefähr einen Monat her, dass wir Chiungutwa verlassen haben. Zeit, einmal zu berichten, was wir in diesen Wochen gemacht haben. Hier in Masasi sind wir nämlich nicht nur rumgesessen und haben die Zeit totgeschlagen, wir haben versucht, das Beste aus unserer Situation zu machen: Wir haben mögliche neue Einsatzstellen angeschaut und vor allem hier in Masai bei den Brüdern gearbeitet.
Feldarbeit
Die Salvatorianer haben eigene Felder mit Cashew-Bäumen und Erdnüssen. Da im November gerade Erntezeit war, konnten wir fleißig mit anpacken. Wir sind mit aufs Feld gefahren, um die getrockneten Mabibos (das sind die Früchte, die an der Cashewnuss dran sind) einzusammeln, haben die nassen Mabibos zum Trocknen gelegt, diese dann sortiert, sobald die ersten trocken waren. Und auch die Cashewnüsse haben wir nach ihrer Größe sortiert, da diese zu unterschiedlichen Preisen verkauft werden.
Gartenarbeit
Eine sehr regelmäßige Aufgabe war das Blumengießen vor Einbruch der Regenzeit. Zweimal täglich mussten wir die kleinen Sträucher gießen, das ist nämlich der ganze Stolz von Bruder Bogdan. Und wir haben auch ein paar neue Sträucher eingepflanzt. A propos einpflanzen: Ich habe auch im Gemüsegarten mitgeholfen und Maboga ausgesät. Und was man auch noch zu Gartenarbeit zählen kann: Wir haben außerhalb des Geländes der Salvatorianer, am Zaun entlang, mit Buschmacheten Bäume und Sträucher gefällt, damit man eine bessere Sicht auf Einbrecher hat.
Hausarbeit
Inzwischen sind wir in der ganzen Region für unsere selbstgemachte Mangomarmelade bekannt. Gut, dass es hier sehr viele Mangos zur Verfügung gibt.. Aber noch begeisterter sind alle von unseren selbst kreirten Plätzchen, Variationen mit Orange, Erdnüssen oder Schokolade. Inzwischen schmecken sie auch uns sehr gut, anfangs hatten wir noch kleinere Anlaufschwierigkeiten, da es hier weder eine Waage noch Rezepte gibt. Und auch der Ofen und die Zutaten sind doch etwas anders, als wir es von Deutschland gewohnt waren. Ach ja, und wir haben den Abstellraum der Küche und vor allem die dort gelagerten, schon länger nicht mehr benutzten Küchenutensilien geputzt. Eine Kuchenform, in der eine drei Zentimeter dicke Ölschicht war, eine Schüssel, die als Kakerlakenfriedhof diente, Muffinbleche, die mit Eiern übersät waren...
Feldarbeit
Die Salvatorianer haben eigene Felder mit Cashew-Bäumen und Erdnüssen. Da im November gerade Erntezeit war, konnten wir fleißig mit anpacken. Wir sind mit aufs Feld gefahren, um die getrockneten Mabibos (das sind die Früchte, die an der Cashewnuss dran sind) einzusammeln, haben die nassen Mabibos zum Trocknen gelegt, diese dann sortiert, sobald die ersten trocken waren. Und auch die Cashewnüsse haben wir nach ihrer Größe sortiert, da diese zu unterschiedlichen Preisen verkauft werden.
Gartenarbeit
Eine sehr regelmäßige Aufgabe war das Blumengießen vor Einbruch der Regenzeit. Zweimal täglich mussten wir die kleinen Sträucher gießen, das ist nämlich der ganze Stolz von Bruder Bogdan. Und wir haben auch ein paar neue Sträucher eingepflanzt. A propos einpflanzen: Ich habe auch im Gemüsegarten mitgeholfen und Maboga ausgesät. Und was man auch noch zu Gartenarbeit zählen kann: Wir haben außerhalb des Geländes der Salvatorianer, am Zaun entlang, mit Buschmacheten Bäume und Sträucher gefällt, damit man eine bessere Sicht auf Einbrecher hat.
Hausarbeit
Inzwischen sind wir in der ganzen Region für unsere selbstgemachte Mangomarmelade bekannt. Gut, dass es hier sehr viele Mangos zur Verfügung gibt.. Aber noch begeisterter sind alle von unseren selbst kreirten Plätzchen, Variationen mit Orange, Erdnüssen oder Schokolade. Inzwischen schmecken sie auch uns sehr gut, anfangs hatten wir noch kleinere Anlaufschwierigkeiten, da es hier weder eine Waage noch Rezepte gibt. Und auch der Ofen und die Zutaten sind doch etwas anders, als wir es von Deutschland gewohnt waren. Ach ja, und wir haben den Abstellraum der Küche und vor allem die dort gelagerten, schon länger nicht mehr benutzten Küchenutensilien geputzt. Eine Kuchenform, in der eine drei Zentimeter dicke Ölschicht war, eine Schüssel, die als Kakerlakenfriedhof diente, Muffinbleche, die mit Eiern übersät waren...
Donnerstag, 5. Dezember 2013
Kwa Heri, Chiungutwa!
Heute (Mittwoch) war es so weit: Wir sind noch einmal nach Chiungutwa gefahren, um uns in aller Ruhe zu verabschieden. Los gings im Pfarrkindergarten. Die Kinder haben sich rießig über unseren Besuch gefreut und auch die Erzieherin war sehr glücklich, uns noch einmal zu sehen. Alle Kinder wollten kuscheln und noch einmal die "Wazungus", also die Weißen, berühren. Dann gab es zum Abschied noch für jedes Kind Kekse. Ich war kurz davor zu weinen, denn obwohl wir den Kindern gesagt haben, dass wir nicht mehr wiederkommen, haben sie sich von uns mit "bis Morgen" verabschiedet. Emotional sehr berührt ging es dann noch weiter zur Secondary School. Da dort am Freitag die Ferien beginnen, war irgendwie schon alles wie ausgestorben, ein paar Schüler waren noch da und haben geputzt. Wir haben auch nur vier Lehrer getroffen. Immerhin konnten wir noch Handynummern austauschen, unsere Bücher zurückgeben und uns in aller Ruhe von ihnen verabschieden. Manche von ihnen sind wirklich zu Freunden geworden, die werde ich mit Sicherheit vermissen. Wir wollten uns auch noch von unseren Nachbarn verabschieden und ihnen für ihre Hilfe (beispielsweise mit Hugo, unserer Hausratte) danken, aber die waren leider nicht aufzufinden. Zum Schluss haben wir uns noch von Father Felix verabschiedet. Dann ging es ein letztes Mal mit dem Bus von Chiungutwa nach Masasi...
Kwa Heri, Chiungutwa... Das heißt übersetzt: "Auf Wiedersehen" oder "mit Frieden". Ein Wiedersehen wird es wohl nicht geben, aber wir hoffen sehr, dass unser Abschied jetzt im Frieden geschlossen wurde und wir den Dorfbewohnern in friedlicher Erinnerung bleiben.
Kwa Heri, Chiungutwa... Das heißt übersetzt: "Auf Wiedersehen" oder "mit Frieden". Ein Wiedersehen wird es wohl nicht geben, aber wir hoffen sehr, dass unser Abschied jetzt im Frieden geschlossen wurde und wir den Dorfbewohnern in friedlicher Erinnerung bleiben.
Sonntag, 1. Dezember 2013
Die momentane Situation
Vielleicht haben sich Einige von euch bereits gewundert, warum ich in letzter Zeit nichts mehr über meine Arbeit in Chiungutwa berichtet habe. Den Hintergrund möchte ich in diesem Blogeintrag genauer erklären. Wie vielleicht aus alten Berichten schon hervorgegangen ist, kamen wir beide als erste Freiwillige nach Chiungutwa, wo Vieles fehlte. So war das Leben nicht immer einfach, insbesondere was die Lebensumstände anging. Wir hatten beispielsweise nach über zwei Monaten immer noch keinen Schrank.
Zu diesen Problemen, die wir anfangs noch als aufregend und abenteuerlich angesehen haben, kamen noch gesundheitliche Probleme hinzu. Zu oft Malaria, Parasiten und andere Krankheiten, die nicht zuletzt durch den Mangel an sauberem Wasser verursacht wurden. Leider gab es auch auf der zwischenmenschlichen Ebene mit dem Ansprechpartner Schwierigkeiten. Ende Oktober haben sich all diese Probleme verstärkt und das Leben in Chiungutwa war für uns beide keine Freude mehr. Wir haben viele Gespräche mit unseren Betreuungspersonen in Deutschland und in Masasi geführt und Anfang November wurde beschlossen, dass wir unsere Sachen packen und erst einmal nach Masasi gehen. Jetzt sind die Verantwortlichen daran, für uns neue Einsatzstellen zu suchen. Dort werden wir dann Anfang Januar, nach den großen Ferien, unter hoffentlich besseren Bedingungen leben und das MaZ-Jahr und den Freiwilligendienst mit neuer Freude fortsetzen.
Aber auch wenn die Zeit in Chiungutwa nicht immer einfach war, bin ich froh, dort gewesen zu sein. Wir durften sehr viele Erfahrungen sammeln, sind selbst an unsere eigenen Grenzen gestoßen und haben sehr viel dazu gelernt. Und es gab neben diesen Herausforderungen und Problemen doch sehr viele schöne Momente, die nicht in den Hintergrund gedrängt werden sollen. Die Arbeit im Kindergarten und in den Schulen, der Kontakt zu den Menschen, die Besuche bei den Nachbarn, das Spielen mit den Kindern, Duschen unter klarem Sternenhimmel, ..., all das sind unvergessliche Momente. Deshalb bereue ich es auch in keinster Weise, das Leben in Chiungutwa probiert zu haben. Aber es gab so viele Probleme, es war teilweise echt eine Qual, am Sonntagnachmittag wieder nach Chiungutwa zurückzukehren, nachdem man sich in Masasi halbwegs erholt und neue Kraft getankt hatte.
Die Entscheidung, aus Chiungutwa wegzugehen, war mit allen Beteiligten abgesprochen und ist erst nach einem langen Prozess des gemeinsamen Dialogs, erneuter Veränderungsversuche und Kompromisse getroffen worden. Trotz der vielen Probleme war der Aufbruch für uns nicht leicht, da wir doch bereits Freunde gefunden hatten.
Die Übergangsphase, bis wir in einer neuen Einsatzstelle anfangen können, verbringen wir in Masasi. Um nicht nur untätig rumzusitzen, helfen wir bei der Garten-, Haus-, und Feldarbeit mit.
In den nächsten Tagen werden wir noch einmal nach Chiungutwa fahren und uns von allen unseren Freunden, Kindergartenkindern und Schülern in Ruhe verabschieden. Unser Weggang verlief nämlich relativ schnell, sodass dafür keine Zeit mehr geblieben ist.
Ich hoffe, dass ich mit diesem etwas längeren Blogeintrag einen Einblick in unsere momentane Situation geben konnte und bitte auch um Verständnis für diese unerwarteten Entwicklungen.
Zu diesen Problemen, die wir anfangs noch als aufregend und abenteuerlich angesehen haben, kamen noch gesundheitliche Probleme hinzu. Zu oft Malaria, Parasiten und andere Krankheiten, die nicht zuletzt durch den Mangel an sauberem Wasser verursacht wurden. Leider gab es auch auf der zwischenmenschlichen Ebene mit dem Ansprechpartner Schwierigkeiten. Ende Oktober haben sich all diese Probleme verstärkt und das Leben in Chiungutwa war für uns beide keine Freude mehr. Wir haben viele Gespräche mit unseren Betreuungspersonen in Deutschland und in Masasi geführt und Anfang November wurde beschlossen, dass wir unsere Sachen packen und erst einmal nach Masasi gehen. Jetzt sind die Verantwortlichen daran, für uns neue Einsatzstellen zu suchen. Dort werden wir dann Anfang Januar, nach den großen Ferien, unter hoffentlich besseren Bedingungen leben und das MaZ-Jahr und den Freiwilligendienst mit neuer Freude fortsetzen.
Aber auch wenn die Zeit in Chiungutwa nicht immer einfach war, bin ich froh, dort gewesen zu sein. Wir durften sehr viele Erfahrungen sammeln, sind selbst an unsere eigenen Grenzen gestoßen und haben sehr viel dazu gelernt. Und es gab neben diesen Herausforderungen und Problemen doch sehr viele schöne Momente, die nicht in den Hintergrund gedrängt werden sollen. Die Arbeit im Kindergarten und in den Schulen, der Kontakt zu den Menschen, die Besuche bei den Nachbarn, das Spielen mit den Kindern, Duschen unter klarem Sternenhimmel, ..., all das sind unvergessliche Momente. Deshalb bereue ich es auch in keinster Weise, das Leben in Chiungutwa probiert zu haben. Aber es gab so viele Probleme, es war teilweise echt eine Qual, am Sonntagnachmittag wieder nach Chiungutwa zurückzukehren, nachdem man sich in Masasi halbwegs erholt und neue Kraft getankt hatte.
Die Entscheidung, aus Chiungutwa wegzugehen, war mit allen Beteiligten abgesprochen und ist erst nach einem langen Prozess des gemeinsamen Dialogs, erneuter Veränderungsversuche und Kompromisse getroffen worden. Trotz der vielen Probleme war der Aufbruch für uns nicht leicht, da wir doch bereits Freunde gefunden hatten.
Die Übergangsphase, bis wir in einer neuen Einsatzstelle anfangen können, verbringen wir in Masasi. Um nicht nur untätig rumzusitzen, helfen wir bei der Garten-, Haus-, und Feldarbeit mit.
In den nächsten Tagen werden wir noch einmal nach Chiungutwa fahren und uns von allen unseren Freunden, Kindergartenkindern und Schülern in Ruhe verabschieden. Unser Weggang verlief nämlich relativ schnell, sodass dafür keine Zeit mehr geblieben ist.
Ich hoffe, dass ich mit diesem etwas längeren Blogeintrag einen Einblick in unsere momentane Situation geben konnte und bitte auch um Verständnis für diese unerwarteten Entwicklungen.
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