Chiungutwa Seondary School
Am Dienstag haben wir die Nachricht erhalten, dass nun endlich der zweite Direktor der Secondary School zurück ist. Gemeinsam mit Pater Felix haben wir uns dann mit ihm unterhalten und bereits am Abend hatten wir unsere Stundenpläne: Ich unterrichte 10 Stunden Englisch die Woche, die Franzi 4 Stunden Physik und 6 Stunden Mathe. Die genauen Arbeitszeiten haben wir dann am Mittwoch erfahren. Ich habe Glück und kann bis auf Freitag jeden Tag vollständig im Kindergarten arbeiten, da Englisch davor bzw. danach ist. Ab Donnerstag ging dann der Arbeitsalltag für uns so richtig los. Am Freitag hatte ich meine erste eigene Englischstunde. Es ist zwar nicht einfach, aber es macht mir sehr viel Spaß. Und die Franzi ist mit ihrer Arbeit auch sehr zufrieden. Die Lehrer der Schule sind alle supernett und richtig cool drauf. Sie helfen uns auch sehr mit der Sprache und bringen uns viele neue Vokabeln bei. Es gibt zwar ein offizielles Lehrerzimmer, aber alle treffen sich immer unter einem großen Mangobaum, wo geredet, Tee getrunken, gechillt und gelacht wird. Dort kommen auch immer wieder Händler vorbei, die Gebäck oder andere Snacks verkaufen. Und ab und zu bereitet sogar ein Lehrer seinen Unterricht vor. Am Freitag kamen Schüler aus der Nachbarschule zu Besuch, es wurden ein Debattierwettbewerb und Wettkämpfe in Fußball, Volleyball und Netball abgehalten. Wir haben zwar nur zugeschaut, aber die Stimmung war gigantisch. Besonders, da die Chiungutwa Secondary School alle Sportwettkämpfe gewonnen hat.
Noch ein paar Anmerkungen zum tansanischen Schulsystem:
Es gibt in Tansania über 125 verschiedene Sprachen. Die Kinder sprechen Zuhause eine davon. Sobbald sie in den Kindergarten kommen, lernen sie Kisuaheli. Der Unterricht ist dann auch auf der Primary School, die auf den Kindergarten folgt, in Kisuaheli. Wer gut ist, schafft es dann auf die Secondary School. Das Problem: Der gesamte Unterricht in jedem Fach!!!! ist auf Englisch, obwohl die Kinder überhaupt kein Englisch können. Es gibt zwar einen speziellen Vorbereitungskurs, der vermittelt aber nur die Basics. Daher ist das Unterrichten für uns auf der Secondary School nicht besonders einfach, aber wir freuen uns über diese neue Herausforderung und bisher hat auch alles ganz gut funktioniert.
Samstag, 28. September 2013
Ergänzung: Heimfahrt von Mtwara
Die Idylle des Wochenendausflugs wurde leider ein wenig durch die Heimfahrt getrübt: Nach einem wunderschönen Sonntagvormittag wurden wir um 1 Uhr zum Busbahnhof gebracht, wo wir über eine Stunde auf unseren Daladala gewartet haben. Wir hatten dann immerhin einen Sitzplatz, mussten aber noch eine weitere Stunde warten, bevor der Bus überhaupt mal losgefahren ist. Die Fahrt dauerte dann auch über 5 Stunden, in einem total überfüllten, von Babygeschrei erfüllten und extrem stickigen alten Kleinbus. Zum Vergleich: Die Hinfahrt hat 3 einhalb Stunden gedauert und war bereits extrem anstrengend. In Masasi wurden wir von unserem Nachbarn abgeholt. Da er aber noch nicht da war, wurden wir von sehr vielen Menschen angequatscht und teils belästigt, es war ja schon stockdunkel. Aber er kam zu Glück bald und unterwegs hat er uns dann erzählt, dass in dieser Gegend sehr viele Räuber und andere gefährliche Menschen rumlaufen. Aber wir sollen keine Angst haben, er und sein Bajaja sind ja da. (Das ist zumindest der Gesprächsanteil, den wir verstanden haben)
Wir waren jedenfalls heilfroh und auch hundemüde, als wir um 9 Uhr endlich angekommen sind.
Ach ja: Unterwegs haben wir sogar im tansanischen Radio die ersten Wahlergebnisse der deutschen Bundestagswahl mitbekommen :)
Die Idylle des Wochenendausflugs wurde leider ein wenig durch die Heimfahrt getrübt: Nach einem wunderschönen Sonntagvormittag wurden wir um 1 Uhr zum Busbahnhof gebracht, wo wir über eine Stunde auf unseren Daladala gewartet haben. Wir hatten dann immerhin einen Sitzplatz, mussten aber noch eine weitere Stunde warten, bevor der Bus überhaupt mal losgefahren ist. Die Fahrt dauerte dann auch über 5 Stunden, in einem total überfüllten, von Babygeschrei erfüllten und extrem stickigen alten Kleinbus. Zum Vergleich: Die Hinfahrt hat 3 einhalb Stunden gedauert und war bereits extrem anstrengend. In Masasi wurden wir von unserem Nachbarn abgeholt. Da er aber noch nicht da war, wurden wir von sehr vielen Menschen angequatscht und teils belästigt, es war ja schon stockdunkel. Aber er kam zu Glück bald und unterwegs hat er uns dann erzählt, dass in dieser Gegend sehr viele Räuber und andere gefährliche Menschen rumlaufen. Aber wir sollen keine Angst haben, er und sein Bajaja sind ja da. (Das ist zumindest der Gesprächsanteil, den wir verstanden haben)
Wir waren jedenfalls heilfroh und auch hundemüde, als wir um 9 Uhr endlich angekommen sind.
Ach ja: Unterwegs haben wir sogar im tansanischen Radio die ersten Wahlergebnisse der deutschen Bundestagswahl mitbekommen :)
Sonntag, 22. September 2013
Wochenendtrip nach Mtwara
Da wir am Montag in der Früh erfahren haben, dass der Kindergarten diese Woche Ferien hat, hatten wir Urlaub. Wir haben uns die Zeit damit vertrieben, dass wir beim Wasserholen geholfen haben (insgesamt an die 3000 Liter). Das sollte jetzt für ca. 2 Wochen halten. Dann haben wir die Gelegenheit ausgenutzt und in die Secondary School geschaut. Die Lehrer dort sind alle sehr nett und wir verstehen uns richtig gut. Am Mittwoch habe ich unvorbereitet vor über 100 Schülern Erdkunde unterrichten dürfen. Definitiv nicht einfach!!!
Am Donnerstag haben wir dann beschlossen, Freitag nach Mtwara zu fahren. Nach einem ausführlichen Gespräch mit Pater Felix hat er uns eine Schlafgelegenheit bei Schwestern organiesiert. Freitag hieß es dann um 4 Uhr aufstehen, die letzten Sachen packen und um 5 gings los. Um halb 10 sind wir in Mtwara angekommen. Eine wunderschöne Stadt. Und das beste: das Kloster, wo wir untergebracht sind, verfügt über fließend Wasser,Strom und liegt zudem noch ganz nah am Meer. Wir haben uns wie im Paradies gefühlt. Wir haben an diesem Wochenende viel von der Stadt gesehen, waren auf dem Markt shoppen und natürlich auch ausgiebig im Meer baden. (Ach ja, da fällt mir ein: ein weiterer Punkt auf der Liste, mit Sachen die man als Weiser niemals in Tansania machen sollte, ist abgehakt: Bade nie im Bikini an irgendwelchen verlassenen Stränden)
Da wir am Montag in der Früh erfahren haben, dass der Kindergarten diese Woche Ferien hat, hatten wir Urlaub. Wir haben uns die Zeit damit vertrieben, dass wir beim Wasserholen geholfen haben (insgesamt an die 3000 Liter). Das sollte jetzt für ca. 2 Wochen halten. Dann haben wir die Gelegenheit ausgenutzt und in die Secondary School geschaut. Die Lehrer dort sind alle sehr nett und wir verstehen uns richtig gut. Am Mittwoch habe ich unvorbereitet vor über 100 Schülern Erdkunde unterrichten dürfen. Definitiv nicht einfach!!!
Am Donnerstag haben wir dann beschlossen, Freitag nach Mtwara zu fahren. Nach einem ausführlichen Gespräch mit Pater Felix hat er uns eine Schlafgelegenheit bei Schwestern organiesiert. Freitag hieß es dann um 4 Uhr aufstehen, die letzten Sachen packen und um 5 gings los. Um halb 10 sind wir in Mtwara angekommen. Eine wunderschöne Stadt. Und das beste: das Kloster, wo wir untergebracht sind, verfügt über fließend Wasser,Strom und liegt zudem noch ganz nah am Meer. Wir haben uns wie im Paradies gefühlt. Wir haben an diesem Wochenende viel von der Stadt gesehen, waren auf dem Markt shoppen und natürlich auch ausgiebig im Meer baden. (Ach ja, da fällt mir ein: ein weiterer Punkt auf der Liste, mit Sachen die man als Weiser niemals in Tansania machen sollte, ist abgehakt: Bade nie im Bikini an irgendwelchen verlassenen Stränden)
Dienstag, 17. September 2013
Die ersten paar Tage in der neuen Heimat
Inzwischen haben wir uns von dem gräßten Schock erholt und sind dabei, uns hier einzuleben. Die Kommunikation funktioniert von Tag zu Tag besser. Wir haben bereits im Kindergarten unterrichtet, uns sogar schon ein eigenes Klassenzimmer eingerichtet und die Kinder scheinen sehr von uns begeistert zu sein. So gesehen geht es uns hier richtig gut. Lediglich mit dem Essen können wir uns immer noch nicht anfreunden, es ist sehr monoton und fad. Ugali mit Bohnen, Reis, Kartoffeln und undefinierbares Grünzeugs, das "nach Heu schmeckt" (Zitat Franzi). Zum Frühstück gibt es Schwarztee und trockenes Brot.
Wir waren bereits bei einer Chorprobe dabei, haben zwar kein Wort verstanden, aber es hat trotzdem total viel Spaß gemacht und es ist eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. A propos Kontakte: Wir wurden von unseren Nachbarn eingeladen, haben bereits mit ihnengemeinsam Ugali zubereitet. Ach und inzwischen haben wir uns Kleider nähen lassen, ich hab ein grünes, die Franzi ein blaues. Wir fühlen uns hier jeden Tag wohler und kommen hier immer besser zurecht. Auch der Unterricht im Kindergarten wird immer besser und bald dürfen wir auch noch in der Secondary Scholl unterrichten, sobald der Direktor wieder da ist. Dann wird abgeklärt, wer wann was unterrichtet. Ach ja, inzwischen war der Schreiner bei uns, d. h. demnächst bekommen wir zwei Schräke, dann können wir endlich unser Zeugs ausräumen und vollständig hier ankommen.
Inzwischen haben wir uns von dem gräßten Schock erholt und sind dabei, uns hier einzuleben. Die Kommunikation funktioniert von Tag zu Tag besser. Wir haben bereits im Kindergarten unterrichtet, uns sogar schon ein eigenes Klassenzimmer eingerichtet und die Kinder scheinen sehr von uns begeistert zu sein. So gesehen geht es uns hier richtig gut. Lediglich mit dem Essen können wir uns immer noch nicht anfreunden, es ist sehr monoton und fad. Ugali mit Bohnen, Reis, Kartoffeln und undefinierbares Grünzeugs, das "nach Heu schmeckt" (Zitat Franzi). Zum Frühstück gibt es Schwarztee und trockenes Brot.
Wir waren bereits bei einer Chorprobe dabei, haben zwar kein Wort verstanden, aber es hat trotzdem total viel Spaß gemacht und es ist eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. A propos Kontakte: Wir wurden von unseren Nachbarn eingeladen, haben bereits mit ihnengemeinsam Ugali zubereitet. Ach und inzwischen haben wir uns Kleider nähen lassen, ich hab ein grünes, die Franzi ein blaues. Wir fühlen uns hier jeden Tag wohler und kommen hier immer besser zurecht. Auch der Unterricht im Kindergarten wird immer besser und bald dürfen wir auch noch in der Secondary Scholl unterrichten, sobald der Direktor wieder da ist. Dann wird abgeklärt, wer wann was unterrichtet. Ach ja, inzwischen war der Schreiner bei uns, d. h. demnächst bekommen wir zwei Schräke, dann können wir endlich unser Zeugs ausräumen und vollständig hier ankommen.
Montag, 9. September
Endlich sind wir angekommen, in Chiungutwa, unserer neuen Heimat. Das Dorf ist nicht sehr groß, Wasser ist hier ziemlich rar und Armut beherrscht das Leben. Sobald wir aus dem Auto ausgestiegen sind, kamen Kinder und wollten Süßigkeiten.
Hier werden wir jetzt ein Jahr lang wohnen: ein Haus mit 4 Zimmern, wir müssen uns eins davon teilen, maximal 12 Quadratmeter groß, mit zwei Betten als Einrichtung, ansonsten nichts, ist ja quasi schon vollgestopft genug. Die Haushälterin hat das Zimmer nebendran, leider sind die Wände nicht bis zur Decke hochgezogen, sodass man absolut alles hören kann. Gut, dass sie kein Deutsch verstehet. Naja, und sie schnarcht und fängt um halb 6 in der Früh lautstark zu singen an. Das dritte Zimmer ist unbewohnt, das vierte ist unser "Bad" (dort stehen drei Wassereimer). Es gibt einen kleinen Innenhof, an den das Plumopsklo und der Innenraum anschließen. Wie schon einmal erwähnt, es gibt weder fließend Wasser noch Strom.
Das Pfarrhaus ist nicht weit vo unserem Haus entfernt. Dort gibt es Strom, wir essen und leben dort. Pater Felix ist sehr nett zu uns, kann aber leider kaum Englisch. Dann leben hier noch die bereits erwähnte Haushälterin, die Kindergärtnerin, eine Köchin und ein weiterer bruder. sie sind alle wirklich sehr sehr nett zu uns, haben uns hier sehr herzlich empfangen und wir verstehen uns sehr gut (die Kommunikation erfolgt größtenteils noch mit Händen und Füßen).
Endlich sind wir angekommen, in Chiungutwa, unserer neuen Heimat. Das Dorf ist nicht sehr groß, Wasser ist hier ziemlich rar und Armut beherrscht das Leben. Sobald wir aus dem Auto ausgestiegen sind, kamen Kinder und wollten Süßigkeiten.
Hier werden wir jetzt ein Jahr lang wohnen: ein Haus mit 4 Zimmern, wir müssen uns eins davon teilen, maximal 12 Quadratmeter groß, mit zwei Betten als Einrichtung, ansonsten nichts, ist ja quasi schon vollgestopft genug. Die Haushälterin hat das Zimmer nebendran, leider sind die Wände nicht bis zur Decke hochgezogen, sodass man absolut alles hören kann. Gut, dass sie kein Deutsch verstehet. Naja, und sie schnarcht und fängt um halb 6 in der Früh lautstark zu singen an. Das dritte Zimmer ist unbewohnt, das vierte ist unser "Bad" (dort stehen drei Wassereimer). Es gibt einen kleinen Innenhof, an den das Plumopsklo und der Innenraum anschließen. Wie schon einmal erwähnt, es gibt weder fließend Wasser noch Strom.
Das Pfarrhaus ist nicht weit vo unserem Haus entfernt. Dort gibt es Strom, wir essen und leben dort. Pater Felix ist sehr nett zu uns, kann aber leider kaum Englisch. Dann leben hier noch die bereits erwähnte Haushälterin, die Kindergärtnerin, eine Köchin und ein weiterer bruder. sie sind alle wirklich sehr sehr nett zu uns, haben uns hier sehr herzlich empfangen und wir verstehen uns sehr gut (die Kommunikation erfolgt größtenteils noch mit Händen und Füßen).
Montag, 9. September 2013
"Hochzeit" auf afrikanisch
Heute war ein ganz besonderer Feiertag in Nanjota, einem Nachbarort von Chiungutwa: Zwei Nonnen haben ihr ewiges Gelübde abgelegt und sich quasi mit Jesus verheiratet. Zu diesem Festakt sind ein Nuntius aus Rom, ein Bischof und viele weitere Geistliche angereist. Wir hatten das Glück, auch hingehen zu dürfen, da die Salvatorianer zum Fest eingeladen waren. Dieses begann mit einem sehr langen Gottesdienst. Der Chor, der Kinderchor und der Jugendchor haben diesen mit Gesängen und Tänzen sehr stark ausgeschmückt, es wurde regelrecht bereits in der Kirche gefeiert. Und auch wir haben mitgetanzt und wurden von der Masse mitgerissen, auch wenn wir nur wenige Brocken Kisuaheli verstanden haben. Das Einzige, was mich an einen Festgottesdienst in Deutschland erinnert hat, war das vorletzte Lied: Großer Gott wir loben dich (natürlich auch auf Kisuaheli).
Nach dem Festgottesdienst wurden alle Gäste willkommen geheißen und wir haben auf Stühlen platzgenommen. Nach einigen Reden gabs dann auch für alle Essen und Trinken (nur die Ehrengäste saßen an Tischen). Danach folgten ganz viele Aufführungen von verschiedenen Gruppen (Kindergarten, Chor, etc. ). Anschließend wurden den beiden "Bräuten" Geschenke überreicht und gratuliert. Dann folgten weitere Aufführungen.
Es war ein richtig faszienierender, mitreißender und wundervoller Feiertag. Es fällt mir richtig schwer, die einzelnen Eindrücke zu beschreiben, aber ich hoffe, die Grundstimmung vermitteln zu können.
Was für uns aber vermutlich das Beste an diesem Fest war, dass wir andere Deutsche getroffen haben. Zwei machen ein FSJ in Chinukukwe, was gar nicht weit von Chiungutwa entfernt ist, sodass wir uns wohl regelmäßig treffen und besuchen werden :)
Heute war ein ganz besonderer Feiertag in Nanjota, einem Nachbarort von Chiungutwa: Zwei Nonnen haben ihr ewiges Gelübde abgelegt und sich quasi mit Jesus verheiratet. Zu diesem Festakt sind ein Nuntius aus Rom, ein Bischof und viele weitere Geistliche angereist. Wir hatten das Glück, auch hingehen zu dürfen, da die Salvatorianer zum Fest eingeladen waren. Dieses begann mit einem sehr langen Gottesdienst. Der Chor, der Kinderchor und der Jugendchor haben diesen mit Gesängen und Tänzen sehr stark ausgeschmückt, es wurde regelrecht bereits in der Kirche gefeiert. Und auch wir haben mitgetanzt und wurden von der Masse mitgerissen, auch wenn wir nur wenige Brocken Kisuaheli verstanden haben. Das Einzige, was mich an einen Festgottesdienst in Deutschland erinnert hat, war das vorletzte Lied: Großer Gott wir loben dich (natürlich auch auf Kisuaheli).
Nach dem Festgottesdienst wurden alle Gäste willkommen geheißen und wir haben auf Stühlen platzgenommen. Nach einigen Reden gabs dann auch für alle Essen und Trinken (nur die Ehrengäste saßen an Tischen). Danach folgten ganz viele Aufführungen von verschiedenen Gruppen (Kindergarten, Chor, etc. ). Anschließend wurden den beiden "Bräuten" Geschenke überreicht und gratuliert. Dann folgten weitere Aufführungen.
Es war ein richtig faszienierender, mitreißender und wundervoller Feiertag. Es fällt mir richtig schwer, die einzelnen Eindrücke zu beschreiben, aber ich hoffe, die Grundstimmung vermitteln zu können.
Was für uns aber vermutlich das Beste an diesem Fest war, dass wir andere Deutsche getroffen haben. Zwei machen ein FSJ in Chinukukwe, was gar nicht weit von Chiungutwa entfernt ist, sodass wir uns wohl regelmäßig treffen und besuchen werden :)
Samstag, 7. September 2013
Noch ein paar Ergänzungen
So, hier kommen noch ein paar weitere alltägliche Dinge, da ich diese bisher kaum berücksichtigt habe...
Hier in Masasi haben wir viele Nachbarn. Hinter der Mauer, die das Gelände der Salvatorianer eingrenzt (es liegt am Stadtrand), leben Skorpione, Schlangen und Leoparden. Bisher haben wir aber glücklicherweise noch nichts davon bemerkt... Spinnen gibt es hier auch sehr viele, von ganz klein bis handflächengroß. Daher sind wir sehr froh, unter einem Moskitonetz zu schlafen, da dieses nicht nur vor Moskitos schützt...
Ich glaube, dass sich mein Geschmackssinn verändert. Hier freut man sich bereits wahnsinnig über einfache Kartoffeln, da diese eine wunderbare Abwechslung zu Reis und Ugali darstellen. Ansonsten gibt es noch ein undefinierbares Grünzeug, das seltsamerweise jeden Tag besser schmeckt, und eine Tomatensoße, die zu 90 Prozent aus Wasser besteht. Fleisch ist immer ein absolutes Highlight, aber man kann es nicht mit dem deutschen Essen vergleichen. Bei genauerem Hinsehen haben wir bereits einen Schweinefuß und einen Hühnerhals erkannt...Unser Fazit: mit Salz bzw. Zucker kann man so ziemlich alles wenigstens halbwegs genießbar machen.
Zum Trinken gibts Wasser, abgekocht oder gefiltert, schmeckt dementsprechend anders als in Deutschland.... Zum Frühstück gibts entweder Schwarztee oder Kaffee. Ansonsten kann man sich hier noch Soda und Bier kaufen, das bekommt man nahezu überall. Ist aber auch wiederum nicht mit Deutschland zu vergleichen, eine Fanta ist dunkelorange und besteht zu 99% aus Zucker und Chemie. Lediglich Coca-Cola und Pepsi sind unverändert...
Wäsche lässt sich übrigens auch sehr gut mit kaltem Wasser und Seife waschen. Eine Tätigkeit, die uns inzwischen Freude bereitet, da man etwas Sinvolles tut und vor allem schon nach kurzer Zeit einen Erfolg erkennt.
So, hier kommen noch ein paar weitere alltägliche Dinge, da ich diese bisher kaum berücksichtigt habe...
Hier in Masasi haben wir viele Nachbarn. Hinter der Mauer, die das Gelände der Salvatorianer eingrenzt (es liegt am Stadtrand), leben Skorpione, Schlangen und Leoparden. Bisher haben wir aber glücklicherweise noch nichts davon bemerkt... Spinnen gibt es hier auch sehr viele, von ganz klein bis handflächengroß. Daher sind wir sehr froh, unter einem Moskitonetz zu schlafen, da dieses nicht nur vor Moskitos schützt...
Ich glaube, dass sich mein Geschmackssinn verändert. Hier freut man sich bereits wahnsinnig über einfache Kartoffeln, da diese eine wunderbare Abwechslung zu Reis und Ugali darstellen. Ansonsten gibt es noch ein undefinierbares Grünzeug, das seltsamerweise jeden Tag besser schmeckt, und eine Tomatensoße, die zu 90 Prozent aus Wasser besteht. Fleisch ist immer ein absolutes Highlight, aber man kann es nicht mit dem deutschen Essen vergleichen. Bei genauerem Hinsehen haben wir bereits einen Schweinefuß und einen Hühnerhals erkannt...Unser Fazit: mit Salz bzw. Zucker kann man so ziemlich alles wenigstens halbwegs genießbar machen.
Zum Trinken gibts Wasser, abgekocht oder gefiltert, schmeckt dementsprechend anders als in Deutschland.... Zum Frühstück gibts entweder Schwarztee oder Kaffee. Ansonsten kann man sich hier noch Soda und Bier kaufen, das bekommt man nahezu überall. Ist aber auch wiederum nicht mit Deutschland zu vergleichen, eine Fanta ist dunkelorange und besteht zu 99% aus Zucker und Chemie. Lediglich Coca-Cola und Pepsi sind unverändert...
Wäsche lässt sich übrigens auch sehr gut mit kaltem Wasser und Seife waschen. Eine Tätigkeit, die uns inzwischen Freude bereitet, da man etwas Sinvolles tut und vor allem schon nach kurzer Zeit einen Erfolg erkennt.
Donnerstag, 5. September 2013
Eine Woche Masasi
Am Sonntag sind wir sehr früh aufgestanden, damit wir um 7 Uhr aufbrechen konnten. Wir sind mit ein paar Brüdern im Auto nach Masasi mitgenommen worden. Die Autofahrt war insgesamt sehr entspannt, abgesehen von den ca. 60 Kilometern Sandpiste und davon, dass sie rund 9 Stunden gedauert hat.
Masasi, das ist die nächstgrößte Stadt von unserer Einsatzstelle aus. Etwa so größ wie Eching, wenn nicht noch kleiner. Immerhin kann man sich hier sogar Fahrräder und Matratzen kaufen, sodass man hier gut überleben kann. Die Brüder hier sind alle total nett zu uns und haben uns herzlich empfangen. Hier leben auch ein polnischer und ein amerikanischer Bruder, mit denen wir uns sehr gut verstehen und mit denen wir uns auch gut auf Englisch unterhalten können.
Wir bleiben noch bis Sonntag/ Montag hier in Masasi, da in Chiungutwa noch irgendein Fest oder so ist, sodass wir dort noch nicht aufgenommen werden können. Wir haben bereits Pater Felix, unseren Betreuer kennengelernt, der uns als erstes offenbart hat, dass wir in unserem Haus in Chiungutwa keinen Strom haben werden... Dementsprechend nutzen wir noch den Strom hier in vollen Zügen aus...
Hier ist das Leben sehr angenehm, wir haben an sich nichts zu tun, sodass wir uns selbst kleine Aufgaben suchen, damit es uns nicht zu langweilig wird. Wir dürfen die Blumen gießen und Erdnüsse knacken, können unsere Wäsche waschen und werden durch die Brüder betreut. Gestern wurden wir in der Stadt herumgeführt und uns wurde auch ein Feld der Salvatorianer mit Erd-und Cashewnüssen gezeigt. Auch hier laufen um 20 Uhr im Fernsehen die Nachrichten, die wir uns regelmäßig anschauen, auch wenn wir quasi nichts verstehen... Aber man bemerkt jeden Tag kleine Fortschritte, man kann sich inzwischen ein wenig unterhalten und lernt jeden Tag mindestens 10 Vokabeln dazu.
Wann der nächste Eintrag kommt, weis ich nicht, da es ohne Strom und mit sehr schlechtem Internet nicht so einfach ist... ... ... :D
Am Sonntag sind wir sehr früh aufgestanden, damit wir um 7 Uhr aufbrechen konnten. Wir sind mit ein paar Brüdern im Auto nach Masasi mitgenommen worden. Die Autofahrt war insgesamt sehr entspannt, abgesehen von den ca. 60 Kilometern Sandpiste und davon, dass sie rund 9 Stunden gedauert hat.
Masasi, das ist die nächstgrößte Stadt von unserer Einsatzstelle aus. Etwa so größ wie Eching, wenn nicht noch kleiner. Immerhin kann man sich hier sogar Fahrräder und Matratzen kaufen, sodass man hier gut überleben kann. Die Brüder hier sind alle total nett zu uns und haben uns herzlich empfangen. Hier leben auch ein polnischer und ein amerikanischer Bruder, mit denen wir uns sehr gut verstehen und mit denen wir uns auch gut auf Englisch unterhalten können.
Wir bleiben noch bis Sonntag/ Montag hier in Masasi, da in Chiungutwa noch irgendein Fest oder so ist, sodass wir dort noch nicht aufgenommen werden können. Wir haben bereits Pater Felix, unseren Betreuer kennengelernt, der uns als erstes offenbart hat, dass wir in unserem Haus in Chiungutwa keinen Strom haben werden... Dementsprechend nutzen wir noch den Strom hier in vollen Zügen aus...
Hier ist das Leben sehr angenehm, wir haben an sich nichts zu tun, sodass wir uns selbst kleine Aufgaben suchen, damit es uns nicht zu langweilig wird. Wir dürfen die Blumen gießen und Erdnüsse knacken, können unsere Wäsche waschen und werden durch die Brüder betreut. Gestern wurden wir in der Stadt herumgeführt und uns wurde auch ein Feld der Salvatorianer mit Erd-und Cashewnüssen gezeigt. Auch hier laufen um 20 Uhr im Fernsehen die Nachrichten, die wir uns regelmäßig anschauen, auch wenn wir quasi nichts verstehen... Aber man bemerkt jeden Tag kleine Fortschritte, man kann sich inzwischen ein wenig unterhalten und lernt jeden Tag mindestens 10 Vokabeln dazu.
Wann der nächste Eintrag kommt, weis ich nicht, da es ohne Strom und mit sehr schlechtem Internet nicht so einfach ist... ... ... :D
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