Freitag, 25. Oktober 2013

Cashew-Farming

Am Dienstag wurden wir ganz planmäßig aus dem Krankenhaus entlassen. Da die Franzi aber weiterhin Tabletten nehmen muss und sie immer noch nicht richtig fit ist, haben wir die Erlaubnis bekommen, den Rest der Woche in Masasi bei den Brüdern zu verbringen. Hier kann sich die Franzi in aller Ruhe erholen und ich habe dem Father James meine Hilfe angeboten, damit mir nicht langweilig wird. Jetzt weis ich sehr viel über die Arbeit eines Bauern, der Cashew-Bäume hat.
Mittwoch Vormittag sind wir auf das Feld gefahren, um die Früchte des Cashewbaumes, die Mabibo (oder auf Englisch: Cashew-apple) einzusammeln. Sie wurden zum Trocknen ausgelegt, sodass sie jetzt als Dörrobst weiterverwendet werden können. Man kann sie essen (schmeckt absolut widerlich), aber in der Regel werden sie zur Herstellung von Gin benutzt (es gibt auch Wein, der schmeckt sehr gut). Die Arbeit auf dem Feld war zwar an sich nicht schwer, aber da es in der prallen Sonne war, kamen alle Helfer ziemlich schnell ins Schwitzen.
Danach, damit mir ja die Arbeit nicht  ausgeht, habe ich gelernt, wie man neue Cashew-Pflanzen sät. Sie werden zuerst in einem kleinen "Topf" angesetzt, bis die Pflanzen groß genug sind, sodass sie in die Erde eingepflanzt werden können. Da es hier aber keine Blumentöpfe oder so etwas in der Art gibt, muss man sich zu helfen wissen. Eine Konstruktion aus Plastikschläuchen, Bierflaschen, Bierkästen und Matsch ist ideal geeignet. Das Plastik wird auf die gewünschte Höhe zugeschnitten, dann wir es über eine leere Bierflasche gestülpt. Unterhalb des Flaschenbodens wird ganz viel Matsch reingemantscht, sodass eine Art Pfropfen für die Plastikröhre entsteht. Nach einer Nacht Trockenzeit kann die Flasche entfernt und die Plastikhalterung mit Erde aufgefüllt werden. Dann wird der Samen gesät und anschließend mit Erde bedeckt. Außreichendes Bewässern nicht vergessen.
So eine Bierflaschenplantage schaut schon ziemlich lustig aus. Insgesamt habe ich 110 Cashewsamen gesät. Ich bin sehr gespannt, wie viele davon sprießen werden...

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