Krank sein
Ein Tipp für alle, die selbst einmal nach Afrika reisen wollen: Die beste Lösung: Werdet nicht krank!!!
Wie ich ja schon berichtet habe, hatte ich bereits zweimal Malaria. Das ist nicht besonders schön, aber ich habe es immer rechtzeitig bemerkt, sodass ich durch die Einnahme von Medikamenten immer schnell wieder gesund geworden bin. Die Franzi hatte nicht so viel Glück. Sie hat zwar ebenfalls immer bemerkt, wenn sie Malaria hatte, allerdings hatte sie es schon 5 Mal. Eindeutig zu oft. Deshalb sind wir momentan hier: Ndanda, Krankenhaus der Benediktiner. Wir haben sehr viel Glück gehabt, denn momentan ist hier ein deutscher Arzt, der sich sehr gut um uns kümmert. Und auch die gesamte Versorgung im Krankenhaus ist nicht schlecht. Ich muss zugeben, da ich selbst ja nicht krank bin, ist es hier für mich fast wie Urlaub. Es gibt eine warme Dusche und Strom auf dem Zimmer, das Essen wird aufs Zimmer geliefert und die Sonne scheint. Mein einziges Problem: Ich habe kein Bett, schlafe jetzt auf einer Pritsche, die mit Kissen und Decken ausgepolstert wurde. Aber es gibt Schlimmeres. Die Franzi hat anfangs Infusionen bekommen, inzwischen wurde die Medikation auf Tabletten umgestellt und bis auf deren Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwerhörigkeit geht es ihr schon wieder sehr viel besser. Am Dienstag können wir wieder heim, nach 5 Tagen Aufenthalt in der ersten Klasse eines afrikanischen Krankenhauses.
Aber in Afrika gibt es leider noch andere Krankheiten, mit denen man oft nicht rechnet. So erging es mir letzte Woche. Ich hatte nämlich einen Parasiten im Genitalbereich. Zuerst habe ich gedacht, es wäre ein Mückenstich oder ein Pickel, aber dieses Dings ist immer größer geworden, hat eine unschöne grüne Farbe angenommen und hat höllisch weh getan. Ich wurde zweimal in einer Dispensory behandelt. Anfangs habe ich nur Schmerzmittel und Salben bekommen. Ach ja, und ein Spongebob Schwammkopf- Pflaster. Als das Tier dann groß genug war, wurde es geöffnet und entfernt und ich habe Antibiotikum bekommen. Aber mir geht es inzwischen schon wieder richtig gut.
Was wir auf jeden Fall gelernt haben: Lieber geht man hier zu oft zum Arzt als zu wenig. Denn hier gibt es ja schließlich Krankheiten, mit denen man niemals in Deutschland rechnen würde...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen