Wir hatten das Glück, die Zeit zu haben, ein paar Tage nach Namiungo zu fahren. Dieses kleine Dörfchen liegt etwa fünf Busstunden westlich von Masasi. Die Busfahrt war aber zum Glück nicht allzu langweilig, da es sehr faszinierend ist zu beobachten, wie sich die Landschaft und die Vegetation auf dem Weg nach Westen verändert. Es wird einerseits grüner, aber es ragen auch immer wieder riesige Steinfelsen aus dem Nichts in den Himmel empor. Ab und zu, also wirklich nur sehr selten, sind wir an kleinen Dörfern vorbeigefahren, bis wir schließlich in Namiungo angekommen sind. Dieses Dörfchen fanden wir einfach bezaubernd. Es sieht absolut genauso aus, wie man sich ein kleines, traditionelles Dorf Afrikas vorstellt oder wie es auch in Schulbüchern abgebildet wird: kleine rote Hütten aus Lehmziegeln mit Strohdächern, daneben ein kleiner Gemüsegarten und im Hntergrund große Palmen mit Kokosnüssen; Vereinzelte Ziegen, viele Mangobäume und auch ein paar ganz traditionelle Dukas (kleine Hausläden). Es gibt also wirklich noch Orte, in denen die Subsistenzwirtschaft funktioniert. Wir waren wirklich beide wie verzaubert von der Atmosphäre dieses in sich stimmigen, von der westlichen Welt quasi unberührten kleinen Flecken Erde. Um es auch so unberührt zu lassen, haben wir es vorgezogen, dort keine Fotos zu machen, worum ich um Verständnis bitte. Nun aber zu dem eigentlichen Grund, warum wir nach Namiungo gefahren sind: Dort befindet sich das Formation House der Salvatorianer. Das ist ein riesiges Gelände, mit vielen Ausbildungsstätten wie einer Krankenstation, einer Schreinerei, einem rießigen Gemüsegarten, vielen Plantagen, etlichen Tieren und um die 30 000 Cashewnuss-Bäume. Dort leben junge Männer, die gerne selbtst Salvatorianer werden wollen, für ungefähr ein Jahr, um das Leben in einem Orden auszuprobieren und zu einer endgültigen Entscheidung zu kommen. Wir haben sehr viele nette Menschen dort kennengelert und sind sehr froh, auf diese Weise in den Westen des Landes gekommen zu sein.
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