Sonntag, 17. November 2013

Mission: Griesbrei

Das Essen hier ist zwar an sich nicht schlecht, aber ab und zu möchte man doch zur Abwechslung auch einmal etwas aus der Heimat essen. Unsere Idee: Grießbrei. Das war allerdings nicht ganz so einfach. Bereits beim Einkaufen fingen die Probleme an. Was heißt Gries auf Kisuaheli? Der erste Versuch war dann auch zu unserer Enttäuschung Vollkornmehl. Nachdem wir über einen Monat jedes Mal, wenn wir im Supermarkt waren, nach Grieß gesucht haben, haben wir etwas sehr ähnliches entdeckt: Sooji. Das ist zwar nicht einhundertprozentig Grieß, aber es kommt ihm schon sehr ähnlich. Also haben wir uns am nächsten Morgen höchst motiviert an das Kochen begeben. Aber sobald wir die Sooji-Packung geöffnet hatten, das nächste Problem: Lauter Wadudus, also ganz viele schwarze Krabbeltierchen. Und diese hatten schon viele Eier gelegt, sodass auch bereits einige Larven enthalten waren. Aber das war uns dann auch schon egal. So gut es eben möglich war, wurden die schwazen Tierchen aus dem Grieß gefischt.Die Larven und die Eier wurden mitgekocht, da es uns nicht möglich war, sie vollständig herauszufischen.

In Afrika geht eben alles etwas langsamer, immer schön "pole pole". So ist es also auch nicht verwunderlich, dass wir zwei Monate gebraucht haben, bis wir unsere ersten Grießbrei kochen konnten.

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