Dienstag, 30. Juli 2013

Montag, 29.7.13
Eigentlich dachten wir, dass wir bereits an den ersten beiden Tagen schon sehr viel erlebt haben, aber dieses Erlebnis toppt alles andere. Der Montag Morgen war sehr entspannt, wir haben zum ersten Mal unsere Wäsche gewaschen (einige haben hiermit eine Berufung fürs Leben gefunden). Nach dem Mittagessen haben wir uns mit Miriam im Immigration Office getroffen, um endlich unsere Jahresvisa eintragen zu lassen. Da es eigentlich schon zu hatte, bekommen die anderen heute ihr Visum, ich bin leider ein Sonderfall: Zwar wurden alle Visa gleichzeitig beantragt, doch ist meins bis jetzt noch nicht fertig, es wird wohl noch einige Monate dauern...
Danach sind wir mit einem Dala-Dala (kleiner Bus) in das "Einkaufszentrum" gefahren, ein Stadtteil nur mit Händlern, sowohl Geschäfte als auch Straßenhändler, in etwa so groß wie Eching, aber alles total eng, mit viel Verkehr und Smog. Wir haben noch einige Sachen besorgt, wobei wir die ganze Zeit einerseits komisch angeschaut, andererseits aber auch voll freundlich begrüßt worden sind. Und wir Mädchen haben so manche Liebeserklärung bekommen...
Mit zwei Freundinnen von der Miriam sind wir dann in ein Restaurant gegangen, wo wir uns ein wenig entspannen konnten. Auch wenn es mir keiner glaubt, aber ich habe dort gefroren (es war auf einer Dachterasse, sehr windig und der Himmel war bewölkt). Aber das krasseste Erlebnis war unsere Heimfahrt...
Dazu nur so viel:
Liste mit Sachen, die ein Urlauber nicht in Tansania machen sollte:
-Obst bei einem Straßenhändler kaufen -> abgehakt 
-fast von einem Motorrad überfahren werden -> abgehakt
-Geldbeutel in der Hosentasche haben und ausgeraubt werden ->abgehakt
-in der Dämmerung noch unterwegs sein ->abgehakt
-auch nach der Dämmerung noch draußen sein ->abgehakt
-keine kurze Kleidung tragen, sobald die Dämmerung beginnt ->abgehakt
-keinen Mositoschutz in der Dämmerung draußen auftragen ->abgehakt
-kreuz und quer zwischen den Autos durch über die Straßen laufen ->abgehakt
-nicht mit fremden Afrikanern im Taxi fahren ->abgehakt
eigentlich dachten wir, sobald wir im Taxi saßen, dass das Schlimmste bereits vorbei wäre, aber es ging noch weiter:
-Ewigkeiten im Stau stehen
-hoffen, dass der Taxifahrer einen Frontalzusammenstoß mit einem großen Lkw doch noch verhindern kann
-mehrmals über Straßengräben (ziemlich breit) drüberfahren, auf denen nur kleine morsche Holzbretter liegen
-auf dem "Gehsteig" weiterfahren
-als Mädchen: nicht an Wasser denken, da man schon mehrere Stunden auf die Toilette müsste
-vor dem falschen Kloster abgesetzt werden

Aber letztendlich sind wir alle gesund und munter wieder angekommen, es gab sogar noch Abendessen :)

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