Sonntag, 4. August 2013

Dar es Salaam
Fazit:

Betrunkene können auch hier ziemlich aufdringlich sein, besonders wenn sie obdachlos sind und sehen, dass du Geld hast

Warten auf Silvester: es ist ganz normal in Afrika, dass man auf die anderen (insbesondere Einheimische) warten muss. Wir haben sehr viel Zeit damit verbracht, auf Bruder Silvester zu warten, aber zum Gottesdienst sollte man unbedingt pünktlich sein...

5 Minuten bedeuten eineinhalb Stunden: Die anderen haben gestern ihr Einjahresvisum eintragen lassen. Nachdem sie bereits eine halbe Stunde gewartet hatten,haben sie nachgefragt, wann sie denn drankämen. Die Antwort: Ich habe doch gesagt, in 5 Minuten. Nach einer weiteren Stunde waren die 5 Minuten tatsächlich um.

Stromausfälle sind ganz normal. Blöd nur, dass sie oft erst nach der Dämmerung eintreten, und alle unsere Taschenlampen irgendwo ganz unten in den Koffern verstaut waren.

Nicht jeder Mückenstich bedeutet Malaria: Vom ersten Tag an haben wir (natürlich unfreiwillig) Mückenstiche gesammelt, aber gerade denen mit den meisten Stichen geht es am besten.

Jenny, Franzi (gesund, nur als Begleitung)  und ich haben Bekanntschaft mit einer Dispensory (Krankenstation) gemacht, um uns auf Malaria testen zu lassen. Gut, dass ein Schnelltest "nur" zwei Stunden zur Auswertung braucht. Aber die gute Nachricht, keiner von uns hat Malaria, es muss irgendein Virus oder so gewesen sein, da wir im selben  Zimmer geschlafen haben und beide die gleichen Symptome hatten.

Ich kann froh sein, wenn mein Jahresvisum bis Dezember fertig ist, wenn ich eh wieder in Dar es Salaam bin. Bruder Sylvester wird es für mich abholen und mir Bescheid geben.

Es ist möglich, 15 große Gepäckstücke auf dem Dach eines Jeeps zu befestigen, ohne dass etwas verloren geht. Und es passen auch neun Personen plus Handgepäck in diesen Jeep. Gut, dass die Fahrt nach Morogoro nur etwas länger als die angekündigten 3 bis 4 Stunden gedauert hat: Nach der Abfahrt gegen 11 Uhr sind wir bereits um kurz vor 5 angekommen. Danke Franzi für deine Tabletten gegen Reiseübelkeit. Aber ich darf mich eigentlich nicht beschweren: Da es mir ja schon den ganzen Vormittag richtig besch*** ging, habe ich den Beifahrersitz bekommen. Die anderen saßen seitlich, wo sie noch mehr durchgeschüttelt wurden als es bei diesen Straßen sowieso schon üblich ist.

Es tut nicht gut, den ganzen Tag nur ein Toastbrot und Abends ein paar Löffel Reis gegessen zu haben, aber solange der Magen leer ist, kann auch nichts rauskommen... Gut, dass es Cola gab, um wenigstens den größten Bedarf an Zucker zu decken...


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen