Dar es Salaam
Fazit:
Betrunkene können auch hier ziemlich aufdringlich sein, besonders wenn
sie obdachlos sind und sehen, dass du Geld hast
Warten auf Silvester: es ist ganz normal in Afrika, dass man auf die
anderen (insbesondere Einheimische) warten muss. Wir haben sehr viel Zeit damit
verbracht, auf Bruder Silvester zu warten, aber zum Gottesdienst sollte man
unbedingt pünktlich sein...
5 Minuten bedeuten eineinhalb Stunden: Die anderen haben gestern ihr
Einjahresvisum eintragen lassen. Nachdem sie bereits eine halbe Stunde gewartet
hatten,haben sie nachgefragt, wann sie denn drankämen. Die Antwort: Ich habe
doch gesagt, in 5 Minuten. Nach einer weiteren Stunde waren die 5 Minuten
tatsächlich um.
Stromausfälle sind ganz normal. Blöd nur, dass sie oft erst nach der
Dämmerung eintreten, und alle unsere Taschenlampen irgendwo ganz unten in den
Koffern verstaut waren.
Nicht jeder Mückenstich bedeutet Malaria: Vom ersten Tag an haben wir
(natürlich unfreiwillig) Mückenstiche gesammelt, aber gerade denen mit den
meisten Stichen geht es am besten.
Jenny, Franzi (gesund, nur als Begleitung) und ich haben Bekanntschaft mit einer
Dispensory (Krankenstation) gemacht, um uns auf Malaria testen zu lassen. Gut,
dass ein Schnelltest "nur" zwei Stunden zur Auswertung braucht. Aber
die gute Nachricht, keiner von uns hat Malaria, es muss irgendein Virus oder so
gewesen sein, da wir im selben Zimmer
geschlafen haben und beide die gleichen Symptome hatten.
Ich kann froh sein, wenn mein Jahresvisum bis Dezember fertig ist, wenn
ich eh wieder in Dar es Salaam bin. Bruder Sylvester wird es für mich abholen
und mir Bescheid geben.
Es ist möglich, 15 große Gepäckstücke auf dem Dach eines Jeeps zu
befestigen, ohne dass etwas verloren geht. Und es passen auch neun Personen
plus Handgepäck in diesen Jeep. Gut, dass die Fahrt nach Morogoro nur etwas
länger als die angekündigten 3 bis 4 Stunden gedauert hat: Nach der Abfahrt
gegen 11 Uhr sind wir bereits um kurz vor 5 angekommen. Danke Franzi für deine
Tabletten gegen Reiseübelkeit. Aber ich darf mich eigentlich nicht beschweren:
Da es mir ja schon den ganzen Vormittag richtig besch*** ging, habe ich den
Beifahrersitz bekommen. Die anderen saßen seitlich, wo sie noch mehr
durchgeschüttelt wurden als es bei diesen Straßen sowieso schon üblich ist.
Es tut nicht gut, den ganzen Tag nur ein Toastbrot und Abends ein paar
Löffel Reis gegessen zu haben, aber solange der Magen leer ist, kann auch
nichts rauskommen... Gut, dass es Cola gab, um wenigstens den größten Bedarf an
Zucker zu decken...
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