Alltag in der Sprachschule
Bisher habe ich immer nur von besonderen Erlebnissen erzählt, jetzt möchte ich mal auf Dinge eingehen, die für uns inzwischen alltäglich geworden sind
Unterricht
Morgens von 8 bis 10 Uhr und 10:30 bis 12 Uhr, nachmittags von 14:30 bis 16 Uhr... es ist nichts besonderes, in einer Unterrichtsstunde eine Seite neue Vokabeln, zwei Zeiten und neue Objektpronomen zu lernen... Fazit: 1.es ist sehr anstrengend und 2. es bleibt irgendwie keine Zeit, Vokabeln zu lernen
Es ist übrigens echt deprimierend, wenn sogar der Lehrer irgendwann an unseren Sprachversuchen verzweifelt.
Essen
Frühstück: Weißbrot mit Marmelade, Honig oder Butter; Uji, ein brauner Maisbrei (mit viel Zucker und Nüssen eigentlich relativ lecker); Orangen
ansonsten: Hier in der Sprachschule haben wir noch richtig viel Glück mit dem Essen, da sehr europäisch gekocht wird. Es gibt Reis, Ugali, Nudeln oder Kartoffeln und dazu immer eine Soße mit Gemüße und Fleisch oder so. Und es gibt viel Obst. Ab und zu sogar Highligts wie Pizza oder Pfannkuchen.
Ach, und zum Tee gibt es entweder Gebäck oder frittierte Bananen mit Ketchup, die schmecken richtig lecker.
Fortbewegung
Wer kein Fahrrad hat (also fast alle und wir) läuft grundsätzlich zu Fuß. Weitere Strecken werden mit dem Daladala zurückgelegt. Das sind die öffentlichen Busse. Beschreibung einer Daladalafahrt: Du stellst dich an die Straße und wartest darauf, dass ein Daladala vorbeikommt, anhält und noch einen Platz für dich freihat. Irgendwann bezahlst du dein Geld beim Conductor. Während der Fahrt wirst du meist zerquetscht, frieren muss man sicher auch nicht mehr. Ach, man muss nie Angst haben umzufallen, wenn man keinen Sitzplatz bekommen hat, da dies platztechnisch gar nicht möglich wäre. Daladalas sind kleiner als VW-Busse, die minimale Fahrgastzahl ist aber ca. 20. Und so was wie eine Dämpfung gibt es nicht, daher sind blaue Flecken ganz normal. Ach ja, alternativ zum Daladala gibt es noch das Pikipiki, das ist ein Motorradtaxi (Helme sind hier Mangelware).
Gerüche
Hier hat jeder Haushalt seine eigene Müllentsorgung, d.h. der Müll wird einfach verbrannt. Dementsprechend riecht auch die Luft, die manchmal sehr beißend ist. Abwechslung bieten die Gerüche, wenn Essen gekocht wird. Ob diese allerdings gut oder schlecht sind, ist umstritten.
Tiere
Neben den üblichen Krabbelviechern (die Ameisen sind rießig), Moskitos und anderen Insekten, trifft man auf viele Tiere (u.a. Tausendfüßler, Schmetterlinge, Chämeleon, Gottesanbeterinnen, ... ). Es kommt schon mal vor, dass eine Kuh vor unseren Zimmern vorbeiläuft, irgendwann geht sie schon wieder zurück auf die Weide. Geckos sind ja an sich ganz süß, aber nicht, sobald sie einmal in einem Zimmer sind, da sie total schnell sind und sich sofort verstecken.
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