Nachdem wir einen wunderschönen letzten Sonntag daheim in Mangaka verbracht haben, hieß es am Montag in aller Frühe Abschied nehmen vom Bruder Samuel. Auch wenn der Abschied sehr schnell verlief, schmerzlos war er definitiv nicht, wir sind in den letzten sieben Monaten wie zu einer richtigen Familie zusammengewachsen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch Bruder Samuel die Tränen nicht zurückhalten konnte. Wir sind gemeinsam mit Father Colman nach Dar es Salaam gefahren, wo wir, inklusive eines kleinen Zwischenstopps in Kilwa Masoko, wunderschöne letzte gemeinsame Tage verbracht haben. Der Abschied von ihm war dann auch wieder recht schnell, als er uns in der Früh zur Fähre nach Zanzibar gebracht hat. Schnell, aber schweren Herzens. Für mich ist Father Colman wie ein zweiter Vater geworden, er hat sich immer um uns gekümmert und wir konnten super gemeinsam reden und haben sehr viele Sachen gemeinsam erlebt.
Nach einer Woche Erholungsurlaub auf Zanzibar haben wir noch drei letzte Tage in Dar es Salaam verbracht, wo wir uns um die neuen Freiwilligen gekümmert haben. Wir haben ihnen die Stadt und den Strand gezeigt, viele Gespräche geführt und auch so praktische Sachen wie Geld Wechseln und Handykarten Kaufen gemeinsam erledigt.
Am 10. August war es dann so weit und wir haben uns endgültig von Tansania und unseren Freunden verabschiedet. Ich habe sehr viele letzte Telefongespräche geführt, bevor es dann um 18 Uhr in den Flieger nach Deutschland ging. Die Stimmung war sehr melancholisch und auch leicht bedrückt, wegen des Abschieds und des Heimflugs. Andererseits war da aber auch die Vorfreude, nach so langer Zeit endlich wieder die eigene Familie und die besten Freunde zu sehen. Keine Ahnung, wie man diese Gefühle am besten beschreibt, ich glaube, es ist nicht in Worte zu fassen, was ich in dem Moment, in dem ich in das Flugzeug eingestiegen bin, gefühlt habe...
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