Bisher ist mir noch kein Abschied hier leicht gefallen, aber besonders schwer wurde es für uns beide am Sonntag, den 27.7. in unserem letzten Gottesdienst. Nach der Kommunion und den gewöhnlichen Ankündigungen hat Father Colman das Wort an die Gemeinde gerichtet und uns nach vorne gebeten. Wir sollten uns von allen verabschieden und hatten die Möglichkeit, persönliche Dinge zu sagen. Obwohl wir bereits im Vorfeld mit Father Colman geklärt hatten, dass fünf Minuten für uns zum Reden viel zu lang sind und wir uns schließlich auf zwei geeinigt hatten, waren selbst diese zu lang. Und so standen wir dann vorm Altar vor der ganzen Kirchengemeinde, die sehr gespannt auf unsere Worte war. Ich wurde als erstes aufgefordert, etwas zu sagen, aber ich war einfach nicht in der Lage. Bereits nach den ersten Worten "Gelobt sei Jesus Kristus" sind mir die Tränen gekommen und ich war unfähig zu sprechen. Die Franzi hat dann die Situation gerettet und noch schnell ein paar Worte gesagt, von wegen, dasss wir uns sehr gefreut haben, es eine wunderschöne Zeit hier war und wir sehr dankbar sind. Dann ist auch sie den Tränen verfallen. Es war ein sehr bewegender Moment, denn noch nie war es so still in der gesamten Kirche, als in dem Moment, in dem die zwei Weißen, die in sieben Monaten zu festen Mitgliedern geworden sind, wegen ihres Abschiedes weinen. Wir haben uns dann wieder schnell auf unsere Plätze geschlichen und Father Colman hat eine sehr sehr lange Dankesrede und Lobeshymne gehalten und anschließend hat die gesamte Kirche für uns applaudiert. Ein wirklich unvergesslicher Moment.
Nach dem Gottesdienst haben wir uns dann noch von ganz vielen Leuten persönlich verabschiedet und haben dabei nur Lob und gute Wünsche zu hören bekommen.
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