4. Februar 2014
Heute heißt es also: Halbzeit. Zeit für ein Fazit der etwas anderen Art. Ein kleines Ranking mit den jeweiligen Top Drei. Die mit Sternchen gekennzeichneten Punkte werden im Anschluss genauer erläutert.
Was ich am meisten vermisse:
1. natürlich meine Familie und Freunde
2. eine vernünftige Toilettenspülung *
3. eine Waschmaschine *
Was mich hier immer noch ziemlich nervt
1. dämliche Krankheiten wie Malaria, Typhus, Parasiten, Würmer...
2. die Unpünktlichkeit und dass man desalb sehr oft sehr lange warten muss *
3. die Moskitos und das damit verbundene Moskitonetz*
Was mir hier sehr viel Spaß macht
1. die Arbeit im Kindergarten
1. die Arbeit in der Secondary
1. der Kirchenchor
Worauf ich überhaupt keinen Bock mehr habe
1. übelst schlechte Internetverbindung*
2. Fahrrad fahren bei über 40 ° C *
3. Wäsche Waschen
*zur Toilettenspülung: Da wir hier kein fließend Wasser haben, was an sich nicht so schlimm ist, da ich mich inzwischen an das Duschen mit dem Eimer gewöhnt habe, gibt es aber auch keine funktinierende Toilettenspülung, Wir versuchen zwar, den unangenehmen Geruch einzudämmen, indem wir fleißig Wasser in die Toilette kippen, aber so ganz lässt der Geruch dadurch nicht eintfernen. UNd auch eine bräunliche Grundfärbung des Wassers innerhalb der Kloschüssel ist unvermeidbar...
*zum Waschen: An sich finde ich das Wäsche waschen nicht so schlimm. Es ist zwar keine wunderschöne Arbeit, aber immerhin hat man eine sinnvolle Beschäftigung und man sieht schon nach kurzer Zeit erste Erfolge. Wenn es aber um Handtücher, Bettdecken, BHs oder ähnliches geht, sehne ich mich schon sehr nach einer funktionierenden Waschmaschine. Außerdem kann man damit sehr viel Zeit sparen..
* zur Unpünktlichkeit: Dass man manchmal über zwei Stunden in einem Bus warten muss, bevor er abfährt, habe ich ja bereits erwähnt. Aber es gibt so viele andere Situationen, in denen man sehr lange auf andere warten muss, zum Beispiel beim Kirchenchor, in der Schule, wenn man mit jemandem verabredet ist...
* dass Moskitos nervig sind ist klar. So gesehen ist das Moskitonetz eine richtig gute Erfindung. Was mich persönlich allerdings stört, ist, dass ich oft darin hängenbleibe, sei es mit Haarklammern, Armbändern, Ketten... Man muss sehr vorsichtig sein, um keine Löcher reinzumachen...
* zur Internetverbindung: Dass das Internet hier grottig ist, darunter haben nicht nur wir zu leiden, sondern auch unsere Familien und Freunde. Immerhin haben wir die Möglichkeit, ab und zu nach Masasi zu fahren, wo wir eine recht gute D-Lan Verbindung benutzen können, um Rundbriefe zu verschicken oder mal mit den Liebsten zu skypen
* zum Fahrradfahren: Dass wir uns Fahrräder gekauft haben, war ein Stückchen Freiheit und Unabhängigkeit zu erlangen. Wir fahren damit immer in die Secondary School zum Unterrichten. An sich ja sehr praktisch. Da ich aber zweimal in der Woche nachmittags unterrichte, wo es bereits im kühlen Zimmer über 30° Celsius warm ist, die Strecke auch noch durch einen Berg gezeichnet ist und eigentlich jeder nur ein kühles Plätzchen zum Ausruhen sucht, bin ich meistens recht unmotiviert, mich auf das Fahrrad zu schwingen und diesen Weg auf mich zu nehmen. In der Sonne sind es sicherlich über 40°...
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