Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben... Ja, während dieser Reise, die fast einen Monat lang gedauert hat, haben wir wirklich viel erlebt. Für uns fing alles mit der Busfahrt von Masasi nach Mkuranga an. Über neun Stunden in einem Reisebus, aber wir sind unbeschadet angekommen. In Mkuranga, einem Ort ganz in der Nähe von Dar es Salaam, haben wir Andi, einen Mitfreiwilligen, besucht. Dann sind wir am Wochenende zusammen nach Dar gefahren, wo wir alle anderen Freiwilligen der Salvatorianer wiedergesehen haben. Es gab ja so wahnsinnig viel zu erzählen. Und dann mussten wir in Dar noch so viele wichtige Sachen erledigen: Zum Subway gehen, nach über vier Monaten eine Pizza essen, Vorräte für die nächsten Monate einkaufen (ich beispielsweise fünf Tuben Zahnpasta) und einfach mal das Zusammensein mit seinen Freunden genießen. Am Montag sind wir dann zusammen zum Zwischenseminar nach Bagamoyo gefahren, worüber ich ja bereits berichtet habe. Von dort sind wir nach Dar, wo wir eine Nacht in einem sehr günstigen Hotel verbracht haben, bevor am nächsten Morgen unser Bus nach Pangani, nördlich von Dar, ging. Nach einer sehr lagen Busfahrt, einem Übersetzen mit der Fähre und einer weiteren Taxifahrt sind wir am Abend in unserem Hotel angekommen: Dem Beach Crab Resort in Pangani. Sehr zu empfehlen. Es liegt nämlich an einem der schönsten Strände Tansanias und da es etwas abgelegen ist, ist es nahezu Moskitofrei. Das Meer ist einfach so wunderschön und der Strand einfach ein Traum. Ich könnte bestimmt mehrere Seiten mit der Beschreibung der Natur füllen, aber das würde dann wohl kaum jemand lesen. Nur so viel: Es war einfach traumhaft, das perfekte Urlaubsparadies. Dort haben wir auch Weihnachten verbracht. Am 24. Dezember sind wir Schnorcheln gegangen. Auch hier nur eine kurze Zusammenfassung: Nemo lebt und Korallen können wirklich riesengroß werden. Abends haben wir dann bei einem sehr delikaten drei-Gänge-Menü Weihnachten gefeiert und uns gegenseitig kleine Geschenke gemacht. Mit Wein, Gitarrenklängen, Billiard und Kicker wurde der Weihnachtsabend ausgeleitet. Da in Tansania eigentlich erst am 25. Dezember so richtig Weihnachten gefeiert wird, hat das Hotel an diesem Abend ein großes Barbecue am Strand bei Kerzenschein veranstaltet. Insgesamt war es ein sehr gelungenes Weihnachtsfest, aber man kann es natürlich nicht mit Weihnachten gemeinsam mit der Familie vergleichen. Am nächsten Tag sind wir dann mit dem Speedboat nach Zanzibar, der letzten Etappe unserer Reise, gefahren. Dort haben wir die ersten vier Tag in der Hauptstadt Stonetown verbracht. Diese Stadt ist einfach der Wahnsinn. Unser Hotel hatte eine wunderschöne Dachterasse, sodass man einen super Ausblick über die ganze Stadt hatte. Was ich persönlich sehr faszinierend finde: Dort stehen mindestens zehn Moscheen, drei Kirchen und ein Hindutempel direkt nebeneinander, und niemand hat damit ein Problem. Aber Stonetown hat noch viel mehr zu bieten: es gibt einen riesigen Markt, unzählige Geschäfte, wo es die für Afrika typischen "Chillerhosen" zu kaufen gibt (ja, wir Mädels sind natürlich dem Kaufrausch verfallen), viele gute Restaurants und auch einige Möglichkeiten, abends Feiern zu gehen oder an der Strandpromenade entlang zu schlendern. Es gibt natürlich auch sehr viele touristische Angebote. Wir haben es uns nicht nehmen lassen und haben eine Gewürztour gemacht. In Stonetown gibt es so viele schöne Sachen, wir waren fast ein wenig enttäsucht, als es bald schon zu unserer endgültig letzten Station ging: Paje, ein Dorf an der Ostküste Zanzibars. Aber Meer, Sonne und Strand sind natürlich auch nicht unbedingt schlecht. Also eigentlich sogar richtig gut, aber ich will nicht schon wieder ins Unendliche verfallen. Ja, und bald schon war Sylvester da. Hierzu nur so viel: Was gibt es schöneres, als den Sonnenaufgang von Neujahr am Strand anzuschauen?
Am 4. Januar war dann der Urlaub wieder vorbei... Jetzt sitze ich wieder in Masasi, voller Hoffnungen und Erwartungen. Denn Morgen gehts in die neue Einsatzstelle nach Mangaka. Auch wenn der Urlaub wunderschön und eine richtig gute Abwechslung war, jetzt ist es wieder an der Zeit, zu arbeiten. Ich bin schon sehr gespannt, was mich in Mangaka alles erwartet...
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